ELSFLETH - Elsfleth ist auf gutem Wege, eine Vorreiterrolle bei der Aus- und Weiterbildung des seemännischen Nachwuchses einzunehmen. Das sagte Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) am Montag in Elsfleth bei der Grundsteinlegung für den Neubau einer Ausbildungsstätte mit Wohnheim für Schiffsmechaniker.

Die Schiffsmechaniker-Schule entsteht auf einem Gelände am Hunte-Ufer unweit des Elsflether Fachbereichs Seefahrt der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven. Das Gelände soll in weiteren Bauabschnitten zum so genannten Maritimen Kompetenzzentrum ausgebaut werden – mit Fachhochschul-Erweiterungsbauten, einer Mensa und Niederlassungen von im Bereich der Angewandten maritimen Forschung tätigen Firmen.

„Ich denke, dass in Elsfleth etwas bundesweit Einmaliges entsteht“, unterstrich der Ministerpräsident. Wulff wies dem Standort die Rolle eines „Leuchtturms in der seemännischen Ausbildung Deutschlands“ zu. In der traditionsreichen Seefahrerstadt, seit 175 Jahren Kapitänsschmiede, habe man den rasant wachsenden Bedarf an seemännischem Fachpersonal als Folge der Globalisierung erkannt und rechtzeitig die Weichen gestellt. Laut Wulff hat der Haushaltsausschuss der Landesregierung nunmehr auch das Geld für die FH-Erweiterungsbauten freigegeben. Sie sollen im Jahre 2009 bezugsfertig sein. Insgesamt werden in das Elsflether Kompetenzzentrum 8,1 Millionen Euro investiert. Gut eine halbe Million für den Auf- und Ausbau Elsfleths steuert die maritime Wirtschaft bei.

Die Küste ist für das Land Niedersachsen von zunehmender Bedeutung, sagte Wulff und unterstrich die in Hannover erkannte Notwendigkeit, in den Ausbau der Häfen und die Hinterlandanbindungen zu investieren. Aus gutem Grund, wie Wulff in Elsfleth meinte: „Sagte man früher, das Küstenland hat kein Hinterland, sagt man heute, das Hinterland der Küste ist die ganze Welt.“