EMSTEK - Bislang wurde das Gebäude unter dem Arbeitstitel „Haus der Zukunft“ geführt. Gestern wurde das neue Logo in Emstek enthüllt.

Von Carsten Mensing,

Redaktion Cloppenburg

EMSTEK - Kritik an den aus seiner Sicht zu geringen Ausgaben des Bundes für Forschung hat gestern der EWE-Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Brinker geübt. In den vergangenen Jahren sei der Etat nur ganz geringfügig gestiegen, während beispielsweise die Ausgaben des Bundesrechnungshofes und die für das Gesundheitssystem förmlich explodiert seien, sagte Brinker beim Richtfest für das „Zentrum Zukunft“. Dieses errichtet der Energieversorger und Telekommunikationsanbieter für fünf Millionen Euro im „ecopark“ in Emstek (Kreis Cloppenburg).

In dem kastenförmigen Gebäude mit einer Grundfläche von 17 x 22 Metern und einer Höhe von 15 Metern soll ab Oktober dieses Jahres die neueste Energie- und Telekommunikationstechnik der Öffentlichkeit präsentiert werden. Sie reicht vom „intelligenten“ Kühlschrank, der in ein Energiemanagement eingebunden ist, bis zum Wandspiegel, auf dem tagesaktuelle Nachrichten eingeblendet werden können. Aber auch zukunftweisende Heizungssysteme wie die Pelletheizung oder die Brennstoffzelle werden in das Gebäude eingebaut. Brinker begreift das „Zentrum Zukunft“ als eine Möglichkeit, Ergebnisse aus der Forschung praktisch anzuwenden. Die theoretischen Grundlagen dafür, so Brinkers Idee, sollen im „EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie” gelegt werden. Dieses mit mehreren Millionen von der EWE geförderte Zentrum wird – wie berichtet – noch in diesem Jahr seine Arbeit an der Universität Oldenburg aufnehmen.

Cloppenburgs Landrat Hans Eveslage lobte die EWE als ein auf dem nationalen und internationalen Parkett erfolgreiches Unternehmen, das sich intensiv mit der Zukunft der Energieversorgung auseinander setze. Den Bau des „Zentrums Zukunft“ – das auch als Schulungszentrum genutzt werden soll – in der Gemeinde Emstek nannte Eveslage ein „Bekenntnis zur Region“.

Das Haus wird nach einem Entwurf der Architektinnen Cathrin Schultz und Kathrin Sievers gebaut. Die beiden 26-jährigen Frauen hatten 2005 damals noch als Studentinnen der Fachhochschule in Oldenburg einen Wettbewerb unter dem Arbeitstitel „Entwürfe für ein Haus der Zukunft“ gewonnen. „Es ist toll, das wachsen zu sehen, was man gezeichnet hat“, freuten sich gestern die beiden Nachwuchs-Architektinnen.

Landrat Hans Eveslage nannte das Gebäude „ein Bekenntnis zur Region“