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Harry und Meghan sind nicht mehr „Königliche Hoheit“
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Aktualisiert vor 26 Minuten.

Britisches Königshaus
Harry und Meghan sind nicht mehr „Königliche Hoheit“

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Entscheidung liegt nun bei 13 Grundschul-Leitern

06.02.2012

WILHELMSHAVEN Die Tendenz geht zu Sonnabend. In der Einschätzung sind sich Stadtelternratsvorsitzender Jörg Wende und Hans-Gerhard Giersdorf, Fachbereichsleiter Bildung, Kultur und Sport der Stadt, einig. Sie rechnen damit, dass auch die Erstklässler 2012 ihre Einschulung an einem Sonnabend mit Eltern, Geschwistern, Omas und Opas und den anderen Lieblingsverwandten feiern können. Am 8. September soll es so weit sein.

Die Entscheidung liegt aber bei den Grundschulen und der Landesschulbehörde. Und die hatte ursprünglich Mittwoch, 5. September, als Einschulungstermin vorgegeben. Lediglich mit Ausnahmegenehmigung wäre eine Feier am 8. September möglich. Allerdings hätten die Eltern grundsätzlich einen Anspruch, dass ihre Kinder vom Mittwoch, 5. September an, in der Grundschule betreut werden. Schulen, die die Ausnahmegenehmigung beantragen wollten, hätten – so die Landesschulbehörde – sicherzustellen, dass kein Erstklässler vor dem 8. September in der Schule aufzunehmen wäre. Deshalb hatten sich die Wilhelmshavener Grundschulleiter nach längerer Diskussion in einer Dienstbesprechung auf die Mittwoch-Lösung geeinigt.

Gegen den Mittwoch-Termin aber wächst – wie berichtet – der Protest der Eltern. Nachdem sich bereits einzelne Initiativen zu Wort gemeldet hatten, hat sich der Stadtelternrat der Sache angenommen. Er hat allen 13 Grundschulen geraten, sich mit den Schulelternräten zu besprechen und das Antragsformular für die Ausnahmegenehmigung zugeleitet. Von sechs Grundschulen gebe es bereits eine Rückmeldung: Sie bevorzugten allesamt ebenfalls den 8. September, so Wende.

Schulstart am Montag

Hintergrund der aktuellen Verwicklungen ist eine Besonderheit bei der Ferienordnung. Die Termine für die Sommerferien in den einzelnen Bundesländern für die Jahre 2011 bis 2017 hatte die die Kultusministerkonferenz (KMK) bereits 2008 gefasst. Laut KMK berücksichtigt die neue Regelung „neben den maßgeblichen pädagogischen Gesichtspunkten auch schulorganisatorische sowie tourismus-, verkehrs-, familien- und umweltpolitische Aspekte“. Für 2012 sieht die Regelung außer für Niedersachsen auch für Bremen, Sachsen und Thüringen Montag, 23. Juli als Beginn und Freitag, 31. August als Ende der Sommerferien. Ab 2013 wird es dann wie gehabt: Erster Ferientag ist ein Donnerstag, letzter ein Mittwoch.

Die Stadt Wilhelmshaven verweist deshalb darauf, dass sie für die Festlegung des Einschulungsdatums nicht zuständig ist. Oberbürgermeister Andreas Wagner und Schuldezernent Dr. Jens Graul hatten in Schreiben an die Eltern allerdings auch Verständnis für deren Anliegen geäußert – und wie Graul betonte dies auch der Landesschulbehörde und dem Sprecher der Grundschulen deutlich gemacht.

Kompromiss

Als Kompromiss schlug Graul eine Aufsplittung vor: Einschulung am Mittwoch, Feier am Sonnabend. Er ließ zugleich aber erkennen, dass die Stadt das Datum Sonnabend, 5. September bevorzuge. „Wir wollen eine verlässliche Lösung und nicht Kraut und Rüben“, betonte Fachbereichsleiter Giersdorf in der jüngsten Schulausschuss-Sitzung. So sehe es auch die Landesschulbehörde. Deren Dezernent, Reinhard Witte, habe klipp und klar angekündigt, dass er eine von den Schulleitern getroffene Regelung – egal ob Mittwoch oder Sonnabend – genehmigen werde, wenn sie einheitlich sei.

Damit sind nun die 13 Schulleiter am Zug. Deren Sprecher Manfred Vetterlein bestätigte, dass das Thema bei einer Dienstbesprechung am Donnerstag auf der Tagesordnung steht.

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