Oldenburg - Die Universität Oldenburg wird als erst zweite Hochschule in Deutschland ein freiwilliges wissenschaftliches Jahr (FWJ) anbieten. Start soll im Februar 2015 sein. Prof. Dr. Gregor Theilmeier, Dekan der medizinischen Fakultät, sieht das FWJ als gute Möglichkeit für ehemalige Schülerinnen und Schüler, erste Einblicke in die Wissenschaft zu bekommen und mehr über die eigenen Neigungen und Fähigkeiten in Bezug auf das wissenschaftliche Arbeiten zu erfahren.

Da das Projekt an der European Medical School angesiedelt ist, hat es deshalb auch seinen Schwerpunkt in den Bereichen Biomedizin, Biologie und klinisch-theoretische Medizin. „Das freiwillige Jahr in der Wissenschaft richtet sich an Abiturientinnen und Abiturienten, die sich für ein Studium oder eine Ausbildung mit Forschungsaussichten interessieren. Das freiwillige Jahr bietet die Möglichkeit, praktische Erfahrung zu sammeln und sich beruflich zu orientieren“, betont Theilmeier.

Das freiwillige wissenschaftliche Jahr kann auch als Überbrückung bis zum Studien- oder Ausbildungsbeginn genutzt werden. Die im FWJ verbrachte Zeit wird als Wartesemester angerechnet. Eine bereits erhaltene Studienplatzzusage bleibt bestehen.

Voraussetzung für das neue Angebot war, dass die Carl von Ossietzky Universität als Einsatzstelle des Bundesfreiwilligendienstes anerkannt wurde. Nachdem dies erfolgt war, beschloss das Präsidium der Uni zunächst, FWJ für die nächsten zwei Jahre anzubieten.

Die Medizinische Hochschule Hannover war die erste deutsche Hochschule, die das FWJ angeboten hat. „Wir haben damals mit 40 Teilnehmern angefangen. Heute sind es über 200“, erklärt Theilmeier, der von Hannover nach Oldenburg gewechselt ist.

Betreut wird das Projekt von Karine von Bochmann, der Beauftragten der Freiwilligen-Dienste an der Uni Oldenburg: „Wir wollen im Februar mit 28 Leuten starten.“ Rund 60 Professoren der European Medical School werden sich um die Freiwilligen kümmern, sie erarbeiten gerade wissenschaftliche Projekte dazu. Mit im Boot sind außerdem die drei Oldenburger klinischen Partner Pius-Hospital, Klinikum und Evangelisches Krankenhaus.

Theilmeier verspricht den Freiwilligen eine zuverlässige Betreuung und Anleitung durch eine Fachkraft, interessante Seminare zur persönlichen Entwicklung für Berufseinsteiger und ein Taschengeld bis zu 400 € Euro pro Monat.

Bewerbungen bis Dezember ab sofort an: Karine von Bochmann, Koordinationsstelle Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr, Universität Oldenburg Ammerländer Heerstraße 114-118, 26129 Oldenburg oder per E-Mail: fwj@uni-oldenburg.de. „Aus dem Bewerbungsschreiben sollten Motivation und das Interesse für den Einsatzbereich hervorgehen“, so Gregor Theilmeier.