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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

EWE kündigt Vertrag mit Präventionsagentur

24.09.2011

OLDENBURG Bisher galt der Begriff „Sign“ als Gütesiegel für Präventionsarbeit an Schulen. Seit 2000 nahmen zigtausend Jugendliche der Klassen fünf bis zehn im Oldenburger Land an Präventionsprogrammen zu den Themen Alkohol, Drogen, Gewalt oder Internet teil. Mit etwa 3,4 Millionen Euro unterstützte die EWE zuletzt das landesweit anerkannte Präventionsprojekt der Agentur Prevent.

Vertrauen belastet

Doch nun ist es Aus mit der Kooperation. Am späten Freitag Abend kündigte die EWE den Vertrag mit Prevent.

„Um das Sign-Projekt nicht zu gefährden und den Schaden einer öffentlichen Debatte von allen Beteiligten abzuwenden, haben wir die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung aufgekündigt“, so EWE-Sprecher Daniel Waschow. Das Vertrauensverhältnis sei belastet. „Wir behalten uns juristische Schritte vor.“

Rückblick: Zu ihrem 70-jährigen Bestehen hatte die EWE im Jahr 2000 beschlossen, sich gesellschaftspolitisch zu engagieren. Mit der Agentur der Oldenburgerin Claudia del Valle wurde ein Vertrag geschlossen. Unterstützt wurde das Projekt von der damaligen Bezirksregierung, später von der Landesschulbehörde. Rund 160 Schulen mit mehr als 1000 Klassen beteiligten sich im Laufe der Jahre.

Trotz der Krise mit Prevent will die EWE sich weiter in der Prävention engagieren. Die Schüler sollen nicht die Leidtragenden sein.

Auch im Kultusministerium ist Prevent ein Thema. „Die Landesschulbehörde wird uns in Kürze einen Bericht zur aktuellen Situation vorlegen“, sagte Ministeriums-Sprecherin Corinna Fischer auf Anfrage.

Wegen des Verdachts von Geldwäsche hatte im vergangenen Jahr sogar die Staatsanwaltschaft ermittelt (NWZ berichtete). Die Ermittler entdeckten zwar keine rechtswidrigen Geschäfte, dennoch Ungewöhnliches: 700 000 Euro wurden im Januar von einem Agentur-Konto auf das private Konto der Geschäftsführerin umgebucht.

Geschäftsführerin schweigt

Del Valle selbst äußert sich derzeit nicht zu der Angelegenheit. Sie hat Stephan Holzinger engagiert, einen Münchner Experten für Krisenkommunikation. Der erklärte auf Nachfrage: „Es handelte sich um Überträge auf Konten, die zwar in ihrem Namen, aber für die Agentur, in deren Auftrag und auf deren Rechnung bei der Sparda-Bank Münster geführt wurden. Die Irritation mag daher gerührt haben, dass die Sparda-Bank satzungsmäßig nur Privatkonten führt, es sich bei den betreffenden Konten aber faktisch um Geschäftskonten der Agentur handelte.“

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Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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