Frage:
Herr Professor Weisensee, unter dem Dach der Regionalen Innovationsstrategie (RIS) Weser-Ems nimmt nächste Woche auch eine Delegation der Jade-Hochschule an der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen teil. Was werden Sie dort vorstellen?Weisensee:
Unsere Fachhochschule vertritt dort ein großes EU-Projekt, das nachhaltige Planungsprozesse im Energiesektor beschreibt. Es handelt sich dabei um ein Projekt der Nordsee-Anrainerstaaten, bei dem wir der führende Partner sind. Neben uns Deutschen sind Dänen, Schweden, Belgier, Niederländer, Engländer und Schotten beteiligt.Frage:
Über den Klimawandel redet seit geraumer Zeit die halbe Welt. Aber so richtig feststellen kann der Normalbürger ihn nicht, oder?Weisensee:
Da muss ich widersprechen. Der Klimawandel führt bereits zu merklichen Veränderungen in Flora und Fauna, die vor Ort auch ohne Messgeräte feststellbar sind. Und die offene Nordost-Passage ist ein Indiz für die globale Dimension der Klimaveränderung. Ich denke, anhand dieser Beispiele kann jeder Mensch den Klimawandel feststellen. Die Wissenschaftler ihrerseits sind sich einig: Der Klimawandel ist definitiv messbar.Frage:
Woran denn?Weisensee:
An den Daten, die uns die Klimatologen liefern. Die Indikatoren sind ja bekannt: Die zunehmende Erderwärmung und der Anstieg des Meeresspiegels sind nur die jetzt schon deutlich sichtbaren Anzeichen.thema: UN-Klimakonferenz
Prof. Manfred Weisensee, Vizepräsident
Der Jade-Hochschule (Fachhochschule)
