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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Meeresforscher bringt 1,48 Millionen Euro mit

29.04.2014

Oldenburg /Wilhelmshaven Der Carl-von-Ossietzky-Universität ist es gelungen, einen der gefragtesten Nachwuchs-Wissenschaftler Europas nach Oldenburg zu holen. Mehr noch: Meereswissenschaftler Dr. Oliver Wurl bringt 1,48 Millionen Euro mit nach Oldenburg, die er als „exzellenter Wissenschaftler“ vom Europäischen Forschungsrat als Zuschuss für sein Projekt mit „unkonventionellen Ansätzen“ erhalten hat. Wurl, der zuletzt am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde tätig war, entschied sich, seine Forschungsideen an der Uni Oldenburg umzusetzen.

„Mit den verschiedensten Arbeitsgruppen am Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) kann ich meine Forschungen zu Meeresoberflächen interdisziplinär vorantreiben. Die Arbeitsbedingungen sind ausgezeichnet, und der Standort des ICBM in Wilhelmshaven mit seiner direkten Anbindung an die Nordsee bietet ideale Voraussetzungen für meine Feldforschung“, erläutert Wurl seine Entscheidung.

Im Mittelpunkt von Wurls Projekt stehen Meeresoberflächen: Welche Rolle sie bei der CO2-Aufnahme durch den Ozean spielen, wie Mikroben sie besiedeln, welche Schadstoffe sich hier anreichern und sowohl die Nahrungskette als auch das Klima beeinflussen.

Fast ein Drittel des durch den Menschen erzeugten Kohlenstoffdioxids nehmen die Weltmeere auf. Sie stehen damit im Zentrum des globalen CO2-Kreislaufs. Wurls Arbeitsgruppe wird sich auf diesen Kreislauf konzentrieren. „Kohlenstoffdioxid bildet in Verbindung mit Wasser schwache Säuren. Erste Anzeichen zur Ozeanversauerung sind bereits bekannt – mit erheblichen Auswirkungen auf die empfindlichen Ökosysteme. Daher ist es wichtig, den Prozess der CO2-Aufnahme durch den Ozean besser zu verstehen“, erklärt er sein Forschungsvorhaben.

In einem ersten Schritt plant Wurl nun die Zusammenarbeit mit der ICBM-Arbeitsgruppe Marine Sensoren, geleitet von Prof. Dr. Oliver Zielinski. Gemeinsam wollen sie einen neuartigen Forschungskatamaran entwickeln – der der Meeresoberfläche nicht nur Proben entnehmen, sondern sie auch durch neueste Sensorentechnik abscannen kann.

Der heute 41-jährige Wurl studierte an der Fachhochschule Hamburg Umwelttechnik und arbeitete anschließend vier Jahre in der Forschung und Industrie. 2006 promovierte er an der National University Of Singapore. Von 2008 bis 2012 folgten Forschungsaufenthalte in Kanada und den USA.

Norbert Wahn
Redakteur
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2097
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