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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Gasgeruch löst Großalarm aus

23.03.2012

WILHELMSHAVEN Zweimal musste das Käthe-Kollwitz-Gymnasium (KKG) am Donnerstagmorgen wegen Gasalarms evakuiert werden. Einen Gasaustritt in den Räumen des KKG konnte die Feuerwehr allerdings ausschließen. Dennoch mussten 45 Schüler vor Ort medizinisch und seelsorgerisch betreut werden.

Viele der Jugendlichen klagten über Übelkeit. Einige erbrachen sich. Sieben Schüler wurden zur weiteren Beobachtung ins Reinhard-Nieter-Krankenhaus gebracht.

Der Alarm ging bei der Feuerwehr kurz vor 8 Uhr ein. Im KKG hatten Schüler und Lehrer einen propangasartigen Geruch wahrgenommen. „Schon während der Anfahrt haben wir das Gebäude räumen lassen“, sagte Einsatzleiter und Chef der Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven, Steffen Lutter. Vor Ort wurden die Räume durchsucht. Messungen ergaben allerdings keine Gasemissionen. „Nach der Entwarnung rund 20 Minuten später sollte der Unterricht eigentlich weitergehen“, so Schulleiterin Anke Steckhan.

Zweite Evakuierung

Dazu kam es jedoch nicht. Nur kurze Zeit später klagten einige Schüler über Unwohlsein, teilweise erbrachen sie sich. Die Schule alarmierte die Feuerwehr gegen 9 Uhr erneut. Diese ließ die Schule ein zweites Mal evakuieren. Zudem löste der Einsatzleiter einen Großalarm zur Behandlung von mehr als zehn Patienten aus. Schüler mit Beschwerden wurden noch auf dem Schulgelände versorgt. „Der leitende Notarzt und vier weitere Notärzte kümmerten sich um die Patienten“, berichtete Lutter. „Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen, auch mit Unterstützung aus Friesland, vor Ort.“

Weitere Messungen blieben ergebnislos. Die Schüler wurden dennoch nach Hause geschickt. Der Unterricht soll an diesem Freitag wieder nach Plan verlaufen. Die Ursache für den Gasgeruch konnte nicht ermittelt werden.

Schulleiterin Anke Steckhan und ihren Kollegen war die Aufregung auch zwei Stunden nach der zweiten Räumung des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums (KKG) noch deutlich anzumerken. Die meisten Schüler waren um 11 Uhr bereits auf dem Heimweg. Nur einige wenige Eltern konnten noch nicht informiert werden. Deren Schüler wurden in der Pausenhalle betreut.

Nach dem Gasalarm und der folgenden Räumung hätten sich die Schüler vorbildlich Verhalten, sagte die Schulleiterin. Auch die Koordination mit den Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsorganisationen habe gut funktioniert. „Alle Beteiligten haben mit Augenmaß und Ruhe gehandelt“, so Steckhan.

Viele Spekulationen

Zur Ursache für die Geruchsbelästigung gab es unterschiedliche Vermutungen. Die Quelle der Geruchsbelästigung könne auf dem Gelände der Nord-West Oelleitung (NWO) zu finden sein, hieß es.

Dies wies Nina Endelmann von NWO zurück. „Zwar habe es in Vorbereitung auf eine Tankinspektion um 6 Uhr morgens einen Rohölsortenwechsel gegeben, dass davon Gerüche bis ans KKG gelangt seien ist aber reine Spekulation.“ Und weiter: „Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass die Bevölkerung in der Nähe etwas gerochen habe. Es bestand aber zu keiner Zeit Gefahr. Bei uns herrschte ganz normaler Betrieb.“ Ebenso als Ursache schloss Gerold Janßen, Fachbereichsleiter Umwelt, Ausdünstungen einer nahe gelegenen Mülldeponie aus.

Von den 45 Jugendlichen die vor Ort medizinisch versorgt wurden, wurden sieben zur Beobachtung ins Reinhard-Nieter-Krankenhaus gebracht. „Die Schüler blieben für ein paar Stunden bei uns, bis die Beschwerden abgeklungen waren“, sagte Dr. Thomas Liebner, Ärztlicher ­Direktor des RNK und Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. „Im Laufe des Nachmittags konnten alle entlassen werden.“

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