NWZ
Studentenwerk-Geschäftsführer Gerhard Kiehm. Im gesamten universitären Umfeld sollen inzwischen an die 100 Beschäftigte und Gäste über akute Magen- und Darmbeschwerden klagen, einige wenige wurden auch im Klinikum behandelt.Um welchen Virus oder welches Bakterium es sich handelt, ist nach Auskunft von Dr. Frank Bazoche, Leiter des Oldenburger Gesundheitsamtes, derzeit noch unbekannt. Wir wissen nur mit Sicherheit, dass es sich nicht um den Noro-Virus handelt, erklärte er. Das hätten erste Untersuchungsergebnisse gezeigt. Inzwischen werden die Namen aller Erkrankten an das Gesundheitsamt übermittelt. Wie Bazoche erläutert, will man dem Virus aus dem Kreis der etwa 100 Erkrankten mit Stuhl-Untersuchungen einiger Stichproben auf die Spur kommen. Auch Essensproben würden bereits vom Veterinäramt analysiert.
Wie Studentenwerks-Geschäftsführer Gerhard Kiehm berichtet, habe man zunächst eine Salatsauce in Verdacht gehabt, die Magen- und Darmprobleme ausgelöst zu haben. Doch das habe sich nicht bestätigt. Kiehm schließt eine durch Essen ausgelöste Salmonellen-Erkrankung, von der unter Studenten die Rede war, weitgehend aus.
Zumindest in der Mensa und in der Cafeteria ist die grassierende Erkrankung Thema Nummer eins. Einer hat an die Mecker-Wand geschrieben: Dreh Dich nicht um, denn der Virus geht um. Und in der Panda-Apotheke in der Uni sind entsprechende Medikamente sehr gefragt.
Dr. Bazoche setzt zunächst auf das Wochenende, da bleibe ohnehin alles geschlossen. Montag liegen dann genaue Untersuchungsergebnisse vor, und wir wissen mehr.
Universitäts-Pressesprecher Matthias Echterhagen verweigerte mit Hinweis auf Datenschutz Angaben zum Ausmaß der Erkrankungen.
