Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Gesundheit Mysteriöser Virus in der Oldenburger Universität

Sabine Schicke
OLDENBURG - Ein aggressiver Virus macht sich offenbar in der Universität breit: In der Mensa mussten am Donnerstag bereits Pizza-Ausgabe und Culinarium geschlossen werden, da 13 Mitarbeiter erkrankt sind. Das bestätigte auf Anfrage der

NWZ

  Studentenwerk-Geschäftsführer Gerhard Kiehm. Im gesamten universitären Umfeld sollen inzwischen an die 100 Beschäftigte und Gäste über akute Magen- und Darmbeschwerden klagen, einige wenige wurden auch im Klinikum behandelt.

Um welchen Virus oder welches Bakterium es sich handelt, ist nach Auskunft von Dr. Frank Bazoche, Leiter des Oldenburger Gesundheitsamtes, derzeit noch unbekannt. „Wir wissen nur mit Sicherheit, dass es sich nicht um den Noro-Virus handelt“, erklärte er. Das hätten erste Untersuchungsergebnisse gezeigt. Inzwischen werden die Namen aller Erkrankten an das Gesundheitsamt übermittelt. Wie Bazoche erläutert, will man dem Virus aus dem Kreis der etwa 100 Erkrankten mit Stuhl-Untersuchungen einiger Stichproben auf die Spur kommen. Auch Essensproben würden bereits vom Veterinäramt analysiert.

Wie Studentenwerks-Geschäftsführer Gerhard Kiehm berichtet, habe man zunächst eine Salatsauce in Verdacht gehabt, die Magen- und Darmprobleme ausgelöst zu haben. Doch das habe sich nicht bestätigt. Kiehm schließt eine durch Essen ausgelöste Salmonellen-Erkrankung, von der unter Studenten die Rede war, weitgehend aus.

Zumindest in der Mensa und in der Cafeteria ist die grassierende Erkrankung Thema Nummer eins. Einer hat an die Mecker-Wand geschrieben: „Dreh Dich nicht um, denn der Virus geht um.“ Und in der Panda-Apotheke in der Uni sind entsprechende Medikamente sehr gefragt.

Dr. Bazoche setzt zunächst auf das Wochenende, da bleibe ohnehin alles geschlossen. „Montag liegen dann genaue Untersuchungsergebnisse vor, und wir wissen mehr.“

Universitäts-Pressesprecher Matthias Echterhagen verweigerte mit Hinweis auf Datenschutz Angaben zum Ausmaß der Erkrankungen.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham
Wo ist der Obdachlose hin? Kurz vor der Einmündung des Heidkamper Wegs in die Metjendorfer Straße in Neusüdende hatte sich der Mann mehrere Monate aufgehalten.

MANN WIRD MEDIZINISCH BETREUT Polizei und Landkreis räumen Obdachlosen-Schlafplatz in Neusüdende

Frank Jacob
Neusüdende
Analyse
Am Sonntag, 26. Juni,  war in Thüringen über Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister sowie über Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte abgestimmt worden. Nun stehen Stichwahlen vor der Tür.

STICHWAHLEN IN THÜRINGENS KOMMUNEN IM JUNI „AfD neben der CDU sozusagen die Volkspartei“

Mey Dudin Büro Berlin
Nach einer Fahrt unter Cannabiseinfluss ist der Führerschein weg. Durch das Cannabisgesetz ändern sich aber nicht nur die Blutwerte, ab denen die Fahrerlaubnis entzogen wird, sondern auch, wie man sie zurückbekommt. Der Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises Wesermarsch erklärt, warum Kiffer nicht mehr zur MPU müssen (Symbolbild).

FÜHRERSCHEINENTZUG NACH CANNABISKONSUM Kiffer müssen nicht mehr zwingend einen „Idiotentest“ ablegen

Tim Rosenau
Brake