GROßENMEER - Der Rat und die Verwaltung der Gemeinde Ovelgönne verfolgen das Ziel, die Kinderbetreuung im Ortsteil Großenmeer auszubauen. Die Vorgabe des Gesetzgebers, bis zum Jahr 2013 einen Hort und eine Krippe vorzuhalten, soll deshalb schon vorzeitig umgesetzt werden.

Diese Absicht findet auch die Zustimmung der Bürger. Das zeigte sich bei einer Versammlung am Mittwoch in Scheeljes Gasthof. Der Einladung der Verwaltung waren rund 30 Einwohner und zahlreiche Ratsmitglieder gefolgt.

Die Aussicht auf Fördermittel führte dazu, dass der Rat einen Neubau hinter der Grundschule bevorzugt. Dies wäre die teurere Lösung. Eltern, die sich zu Wort meldeten, halten einen Anbau an den bestehenden Kindergarten für besser, weil die Kinder dort in einem „Schonraum“, unbeeinflusst von größeren Kindern, betreut würden.

Diplomingenieur Uwe Kelterborn stellte alle Möglichkeiten vor. Bürgermeister Thomas Brückmann erklärte, dass die Landesschulbehörde auch einen Anbau an den bestehenden Kindergarten genehmigen würde, allerdings sehe man größere Vorteile in der Verzahnung von Schule und Kinderbetreuung.

Uwe Kelterborn zeigte die Möglichkeiten auf, Kindergarten mit Hort und Krippe eigenständig zu bauen oder mit der Schule zu verbinden. Gegen letztere Möglichkeit haben die Erzieherinnen Vorbehalte, erklärte Kindergartenleiterin Ursula Evers. Bürgermeister Brückmann lobte die Anlieger dafür, dass sie das Thema „Kinderlärm“ nicht in den Vordergrund rückten.

Am Donnerstagabend entschied der Rat über einen Nachtragshaushalt zu dem Projekt. Das Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor; die Zustimmung zum Neubau gilt aber als sicher.