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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Großer Wirrwarr um Schulausfall in Oldenburg

04.02.2010

OLDENBURG Stell Dir vor, es ist Schule und niemand geht hin. So war es am Mittwoch in Oldenburg an fast allen Schulen. Denn offiziell hatte sich die Stadt gegen eine Absage des Unterrichts entschieden. Durch eine Kette von Informationspannen allerdings vermeldeten diverse Radiosender und NWZonline am frühen Morgen, dass der Unterricht ausfällt. Ergebnis: Am Ende wussten weder Lehrer noch Schüler oder Eltern, was denn nun richtig ist.

Besonders brisant: Schuldezernent Martin Schumacher entschied sich offenbar gegen den Rat der Polizei, die Schule doch stattfinden zu lassen. „Wir gaben am frühen Morgen auf Anfrage der Stadt die Empfehlung, den Unterricht ausfallen zu lassen“, bestätigt Polizei-Chef Johann Kühme.

Spiegelglatte Radwege

Zwar fuhren die Busse in Oldenburg. Die nicht mit Salz gestreuten Rad- und Fußwege hatten sich aber nach dem Tauwetter am Vortag über Nacht in spiegelglatte Rutschbahnen verwandelt. Der Dezernent sieht darin kein Problem. „Wenn Busse fahren, müssen Schüler eben mit dem Bus kommen oder zu Fuß gehen“, so Schumacher.

Eltern empört über Informations-Chaos zum Schulausfall

Von frühen und späten Entscheidungen

Gefährdung bestand nicht

Kommentar: Früher entscheiden

Dass es auf den eisglatten Wegen keine große Unfallserie gab, lag dann an einer Meldung, die auch NWZonline neben vielen Radiosendern verbreitet hatte. Schon um 0.26 Uhr hatte ein NWZ-Leser in der Datenbank der Verkehrsmanagementzentrale in Hannover einen Hinweis entdeckt, dass auch in Oldenburg die Schule ausfällt. Diese Meldung stand dort bis nach sechs Uhr. Zudem hatte die Polizei Ammerland über den Schulausfall in Oldenburg informiert. Der für das GAG zuständige Landkreis Oldenburg hatte derweil den Unterricht abgesagt.

Die Verwirrung komplett machte die Internetseite der Stadt, die zeitweilig zusammengebrochen war. Somit bekamen nur wenige Eltern etwas von Schumachers Pro-Unterricht-Entscheidung mit.

Und wo einzelne Schüler trotz der Eisglätte kamen, wurden sie meist wieder nach Hause geschickt. Wie am Gymnasium Eversten, dessen Leiter Günther Hoyndorff von der Oldenburger Stadtverwaltung mehr Mut zur Entscheidung fordert: „Sollen sich die Kinder die Beine brechen?“ Die Aussagen müssen klarer sein und frühzeitiger kommen, unterstützt Helene-Lange-Schulleiter Diedrich Smidt seinen Kollegen.

Bis zur dritten Stunde hat AGO-Direktor Jürgen Herold den Unterricht durchgezogen, um Kindern und Jugendlichen das Gefühl zu vermitteln, nicht vergebens zur Schule gekommen zu sein. Im Übrigen stehe es Eltern frei, ob sie ihre Kinder zur Schule schickten. Realschulleiter Jörg Behrens aus Kreyenbrück hat nach der zweiten Stunde den Unterricht beendet. „Man muss in der Lage sein, als Übermorgenstadt die Dinge zu regeln“, meint er. Bei Glatteis könnte der Unterricht zur dritten Stunde beginnen, wenn das Eis abgetaut und der Berufsverkehr vorüber sei. Einen kompetenten Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung vermisste Bettina Starke, kommissarische Leiterin des Neuen Gymnasiums. Um 7.20 Uhr habe sie entschieden, den Unterricht ausfallen zu lassen.

Auch regulärer Unterricht

Nahezu regulär unterrichtet wurde auch: An der IGS Flötenteich wurden Lerngruppen zusammengestellt, obwohl rund 50 Prozent der Schüler nicht erschienen. IGS-Leiter Hartmut Steinhauer wollte nicht verantworten, Kinder über glatte Wege und Straßen nach Hause zu schicken. Die Schulleitung der BBS 3 Willersstraße entschied sich, den Unterricht ausfallen zu lassen. Ohnehin waren viele Klassen leer geblieben. In der BBS Wechloy waren die Lehrer pünktlich, doch viel gab es für sie nicht zu tun, da die Schüler fehlten. Ein ähnliches Bild bot sich in der BBS Haarentor.

Für diesen Donnerstag herrscht Klarheit. Oberbürgermeister Gerd Schwandner sprach ein Machtwort und entschied sich nach Studium diverser Wetterberichte kurz vor 17 Uhr für eine Absage des Unterrichts. Für Schüler, die dennoch zur Schule kommen, wird eine Notbetreuung eingerichtet sein. Schuldezernent Schumacher hatte zuvor noch angekündigt, wie bisher erst morgens früh zu informieren.

Kommentar: Früher entscheiden

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