HANNOVER - HANNOVER/DPA - Vor dem Hintergrund eskalierender Gewalt an deutschen Hauptschulen haben die Landtagsgrünen in Niedersachsen erneut eine längere gemeinsame Schulzeit gefordert. „Die Hauptschule hat ausgedient, doch die Regierung will es nicht wahr haben“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Ina Korter, am Dienstag in Hannover. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte ebenfalls eine Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems. Der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) lehnte dies ab. Die FDP-Fraktion bezeichnete die Grünen-Vorschläge als „leistungsfeindlich“. Die SPD- Fraktion wies darauf hin, dass Gewalt nicht nur Hauptschulen betreffe.

Nach den Plänen der Grünen sollen Schüler an einer so genannten Basisschule bis Klasse 9 zusammen lernen und erst dann, je nach Leistung, in andere Schulformen wechseln. „Alle sollen in ihrem eigenen Lerntempo gefördert werden“, sagte Korter. Sitzen bleiben sollte nur derjenige, der es freiwillig möchte.