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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Können Schulassistenzen Inklusion gefährden?

06.11.2017

Hannover Immer mehr Schulassistenzen begleiten Kinder mit Behinderungen und sozialen Auffälligkeiten an niedersächsischen Schulen. Eltern müssen diese Hilfskraft für ihr Kind beim Sozial- oder Jugendamt beantragen. Dann sitzt sie im Unterricht neben dem Kind, erklärt den Schulstoff noch einmal oder hilft auf die Toilette zu gehen.

Für viele Erziehungswissenschaftler aber sind Schulassistenzen, die jeweils nur ein Kind betreuen, der falsche Weg zur inklusiven Schule. „Solche Schulassistenzen widersprechen der Inklusion“, urteilt Erziehungswissenschaftlerin Anika Lübeck von der Universität Bielefeld. „Manchmal funktioniert es ganz gut, aber teils wird das behinderte Kind ausgegrenzt und ausgelacht.“ Es könne wegen des ständigen Begleiters kaum normal mit Mitschülern interagieren.

Kritisch finden Wissenschaftler auch, dass viele Schulassistenzen keine pädagogische Ausbildung haben. Dennoch würden viele Lehrer Schulassistenzen gar die ganze Verantwortung übergeben, Kinder mit einer Behinderung zu unterrichten, sagt Erziehungswissenschaftler Wolfgang Dworschak von der Universität München.

Niedersächsische Sozialämter haben im vergangenen Jahr 3725 Kindern Schulassistenzen bewilligt und dafür 72 Millionen Euro bezahlt. Seit der Einführung der inklusiven Schule 2013 haben die Ämter jedes Jahr rund 10 Millionen Euro mehr ausgegeben.

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