HANNOVER - Die Mathe-Abschlussprüfungen an den Haupt- und Realschulen in Niedersachsen waren zu schwer. Das Kultusministerium hat deshalb jetzt den Notenspiegel nach unten korrigiert. Offenbar soll damit vermieden werden, dass zu viele Schüler ihren Abschluss nicht schaffen. In einigen Regionen hätten die Schüler größere Schwierigkeiten gehabt als erwartet, räumte Kultusminister Bernd Busemann (CDU) am Mittwoch ein.

Mehr als 50 Prozent der Arbeiten hätten mit Note fünf oder sechs bewertet werden müssen, kritisierte die SPD-Schulexpertin Ingrid Eckel. „Der Minister gefährdet den Abschluss der Schüler“, sagte Grünen-Fraktionsvize Ina Korter (Nordenham) der NWZ . Laut Busemann sind verbindliche Angaben vor einer Auswertung nicht möglich.

Auch Schulen aus dem Nordwesten hatten sich über die Bandbreite der Themen und die Komplexität der Aufgaben bei der Zentralprüfung in der vergangenen Woche beschwert. Der Arbeitsaufwand für die Lehrer sei durch die Korrektur enorm, sagte Werner Grade von der Lehrergewerkschaft VBE der NWZ . Rund 49 000 Schüler an 1000 Schulen hatten teilgenommen.