Hannover - In Niedersachsen sollen die Schüler bereits ab kommendem Mittwoch Online-Unterricht erhalten, bevor die Klassen vom 4. Mai an schrittweise wieder in die Schulen zurückkehren. Lediglich für die Abschlussklassen sowie für die Abschlussklassen der berufsbildenden Schulen beginne der Unterricht bereits am 27. April, kündigte Kultusminister Grant-Hendrik Tonne (SPD) am Donnerstag in Hannover an. Das bedeutet, dass die Abitur- wie auch alle anderen Abschlussprüfungen nach jetzigem Stand unter Einhaltung der Hygienevorgaben des Robert-Koch-Instituts stattfinden, heißt es in der Erklärung des Landes.

Alle Schüler, die zeitnah noch nicht wieder in die Schulen könnten oder aus Gesundheitsgründen zu Hause bleiben müssten, erhielten von ihren Lehrerkräften ab der kommenden Woche Aufgaben und Lernpläne für daheim, sagte der Minister. Angesichts der Corona-Epidemie waren alle Schulen im Land vor einem Monat geschlossen worden.

CORONA-KRISE IM JEVERLAND Schulen organisieren nun Alltag und Klassen neu

Melanie Hanz Oliver Braun
Jeverland

Für die 4. Klassen der Grundschule startet der Unterricht am 4. Mai und für die 12. Klasse am 11. Mai. Vom 18. Mai an sollen die 9., 10. und 3. Klassen wieder in die Schulen gehen. Zwischen Ende Mai und Mitte Juni folgen dann die übrigen Klassen. „Dies alles geschieht mit Blick auf die Entwicklung des Infektionsgeschehens“, sagte Tonne. „Der Schutz der Gesundheit muss an erster Stelle stehen.“ Während der Anwesenheit in der Schule sollen die Klassen künftig in je zwei Gruppen aufgeteilt werden, um den nötigen Abstand zwischen den Schülern zu schaffen.

„Uns ist bewusst, dass das Home Learning den regulären schulischen Unterricht nicht vollwertig und vollumfänglich ersetzen kann“, sagte Tonne zum Lernen zu Hause. „Gleichwohl besteht weiter die Schulpflicht und wir setzen uns das Ziel, dass Schülerinnen und Schüler auch unter den derzeitigen Bedingungen ihre Kompetenzen festigen und erweitern können und dabei Nachteile für einzelne Lernende ausgeschlossen werden.“ Auf dem Niedersächsischen Bildungsserver werde derzeit das Angebot erweitert, um Schülern zusätzlich Selbstlernangebote und digitales Material zur Verfügung zu stellen.