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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Weiter Förderung für Platt und Saterfriesisch

21.09.2017

Hannover Plattdeutsch und Saterfriesisch sollen in Niedersachsen weiter gefördert werden. Alle Fraktionen des niedersächsischen Landtages wollen an diesem Donnerstag - dem letzten Sitzungstag vor den Landtagswahlen am 15. Oktober - in Hannover einen entsprechenden Antrag unterstützen. Bereits bestehende Projekte für Niederdeutsch und Saterfriesisch sollen ausgebaut werden, hieß es.

Verstärkt werden sollen unter anderem Bemühungen, Plattdeutsch und Saterfriesisch in Schulen und in die Aus- und Weiterbildung von Pflegefachkräften, Erziehern und Lehrern aufzunehmen. Dazu solle vor allem das Fach Niederdeutsch an der Universität Oldenburg noch besser ausgestattet werden. Auch Kulturprojekte wie „PLATTart“ und „Plattsounds“ sollen weiterentwickelt werden.

„Der Landtag ist davon überzeugt, dass Mehrsprachigkeit unser Land bereichert“, heißt es in dem von SPD, Grünen, CDU und FDP unterzeichneten Antrag. Es müssten neue Gelegenheiten geschaffen werden, die Minderheitensprachen zu erlernen, weil sie nicht mehr selbstverständlich in den Familien weitergegeben werden. Es müsse möglich sein, die Sprachen im Alltag in der Kita, in der Schule, im Betrieb, in der Verwaltung und an den Hochschulen zu verwenden. Alle Parteien unterstützen auch die Forderung, mehr Geld, Personal und weitere Ressourcen in den Schulen zur Verfügung zu stellen.

Niedersachsen hat 1999 die Europäische Charta zum Schutz von Minderheitensprachen mitunterzeichnet. Experten zufolge beherrschen landesweit noch rund zwei Millionen Menschen das Niederdeutsche. Die kommende Generation verstehe zwar noch das Platt, könne es aber selbst nicht mehr sprechen. Zu den bedrohten Sprachen zählten neben dem Plattdeutschen und dem Saterfriesischen noch Dänisch und Nordfriesisch in Schleswig-Holstein, Sorbisch in Sachsen und Brandenburg sowie das Romanes, die Sprache der Sinti und Roma.

Saterfriesisch wird nur noch auf der kleinsten Sprachinsel Europas im Landkreis Cloppenburg gesprochen. Es ist kein platt- oder niederdeutsch, sondern eine eigenständige Sprache. Von den rund 12.000 Einwohnern der Dörfer Ramsloh, Strücklingen, Scharrel und Sedelsberg beherrschen heute noch etwa 2.000 die ursprüngliche Sprache der Ostfriesen.

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