HANNOVER - Unterrichtsgarantie in Niedersachsen: Nach Angaben des Kultusministeriums wollen rund 8000 Teilzeitlehrer im kommenden Schuljahr mehr arbeiten als bisher beantragt. „Die eingeplanten 350 Lehrerstellen aus dem Bereich Teilzeit werden erreicht“, sagte Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) am Montag in Hannover. „Ich danke den Lehrerinnen und Lehrern für ihren Beitrag zur Sicherung des Unterrichts für unsere Kinder.“ Nach einem Beschluss der Landesregierung werden die Teilzeitanträge wegen des hohen Stundenausfalls strenger geprüft.
Zu den anderen Punkten des Maßnahmenpakets machte das Ministerium keine Angaben. Kritiker gehen davon aus, dass von den angepeilten 2050 Lehrerstellen mindestens 500 fehlen. „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben“, sagte die Schulexpertin der SPD-Landtagsfraktion, Frauke Heiligenstadt. „Ich befürchte, die Unterrichtsversorgung wird im nächsten Schuljahr nicht gesichert sein, und das Maßnahmenpaket wird ein Flop.“ Die Grünen-Schulpolitikerin Ina Korter (Nordenham) warf Heister-Neumann vor, mit „Hurra-Meldungen“ das Scheitern ihres Konzepts zur Unterrichtsversorgung kaschieren zu wollen.
Unterdessen wählte die CDU-Fraktion Karl-Ludwig von Danwitz zum neuen Schulsprecher. Er setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen Stephan Siemer (Vechta) durch.
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