Hannover - Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat einer Verschiebung des Sommerferien-Termins eine Absage erteilt: „Ich finde, diese Debatte braucht momentan keiner“, sagte Tonne dem Hörfunksender NDR 1 Niedersachsen. Es gehe um verlässliche Eckdaten und nicht darum, „noch mehr Unsicherheit und noch mehr Unklarheit bei allen Beteiligten hervorzurufen“, betonte der Minister.
In einem Zeitungsinterview hatte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble eine Verkürzung der Sommerferien ins Gespräch gebracht. Tonne warb bei Schülern, Eltern und Lehrern um Verständnis für die schrittweise Rückkehr zum Unterricht nach der Corona-Pause. Er räumte ein, dass das Schulsystem „auf Sicht“ fahre.
Tonne wies zudem die Kritik der Kommunen am Ausbau der Notbetreuung in Kindertagesstätten zurück. Viele Eltern von kleinen Kindern stünden unter großem Druck, weshalb schnell gehandelt werden müsse. Dennoch dürfe niemand ab Montag einen normalen Betrieb in den Kindergärten erwarten.
Die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände hatte kritisiert, die neuen Kriterien öffneten einem Großteil der Bevölkerung die Inanspruchnahme der Notbetreuung.
