HANNOVER - Die letzte Hürde für die Mediziner-Ausbildung in Oldenburg ist genommen. Die CDU/FDP-Landesregierung hat in ihrer Kabinettssitzung am Dienstag beschlossen, den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung hochschulrechtlicher Vorschriften in den Landtag einzubringen. Damit werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für die „European Medical School“ (EMS) geschaffen, so dass die Universität Oldenburg ab dem Wintersemester 2012 jährlich 40 Studienanfänger im Studiengang Humanmedizin aufnehmen kann.

Das Konzept der EMS sieht die Einrichtung eines grenzüberschreitenden, gemeinsam verantworteten Studiengangs der Humanmedizin der Universität Oldenburg und der Universität Groningen vor. Die Medizinerausbildung soll durch eine enge Kooperation mit regional ansässigen Krankenhäusern und Ärzten erfolgen.

Der CDU-Fraktionschef im Landtag, Björn Thümler (Berne) begrüßte den Beschluss. „Mit dem Gesetzentwurf biegt die European Medical School in Oldenburg endgültig auf die Zielgerade ein und kann ab Wintersemester 2012 mit der grenzüberschreitenden Ausbildung von Medizinern beginnen“, erklärte Thümler. Der Gesetzentwurf sorge dafür, dass das Niedersächsische Hochschulgesetz um die geplante Kooperation zwischen den Universitäten Oldenburg und Groningen ergänzt werde. „Damit steht diesem einmaligen deutsch-niederländischen Studiengang rechtlich nichts mehr Weg.“ Thümler zeigte sich optimistisch, dass der Studiengang, für den 47 Millionen Euro im Haushalt 2012/2013 eingeplant sind, eine Erfolgsgeschichte wird.

Auch die Oldenburger Uni-Präsidentin Prof. Dr. Babette Simon äußerte sich zufrieden: „Mit dem Gesetzentwurf werden die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Umsetzung der „European Medical School Oldenburg-Groningen“ geschaffen. Wir freuen uns, dass die Landesregierung in ihrer Kabinettssitzung den Entwurf zur Anhörung freigegeben hat. Damit kann die Universität Oldenburg ab Herbst jährlich 40 Studierende im Fach Humanmedizin ausbilden.“