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Forschung: Hör-App erleichtert Telefonate mit Handy

22.11.2013

Oldenburg Bei mobilen Telefonaten können Übertragungsverluste und Umgebungslärm die Sprachverständlichkeit erheblich beeinträchtigen. Das soll sich mit einer neuen App ändern. Die Projektgruppe für Hör,- Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie in Oldenburg hat eine solche App für das iPhone entwickelt, die bei mobilen Telefonaten per Internet das Sprachverstehen für Menschen mit normalem und beeinträchtigtem Gehör verbessert. Neben einer Anpassung von Lautheit und Klang an individuelle Bedürfnisse kann die App auch Hörverluste ausgleichen.

„Neu an unserem Verfahren ist, dass das Telefonsignal nicht auf einen technischen Normwert optimiert wird, sondern auf die persönlichen Hörbedürfnisse des Nutzers. Für unsere Lösung ist es dabei unerheblich, ob ein Normalhörender bestimmte Klangpräferenzen hat oder eine medizinisch festgestellte Schwerhörigkeit vorliegt“, erläutert Jan Rennies von der Projektgruppe. Die App bietet über die Standardfunktionen eines Software-Telefons hinaus eine Hörunterstützung, die vom Nutzer selbst eingestellt werden kann. Ein Hörtest ist dazu nicht erforderlich.

Über eine einfache Bedienoberfläche können Anwender aus verschiedenen Voreinstellungen wählen, welche Klangqualität und welche Lautstärke für sie angenehm ist. Eine intelligente Signalverarbeitung optimiert dann jedes eingehende Gespräch auf dieses Hörprofil. Vorher zu leise, zu laut, dröhnend, gedämpft oder schrill klingende Sprachsignale werden als gleichmäßiges Klangbild mit verbesserter Sprachverständlichkeit wiedergegeben.

„Ein schlechtes Sprachverstehen muss meist durch eine höhere Konzentration aufgefangen werden. Diese mentale Beanspruchung kann zu Ermüdungserscheinungen und zu Leistungsabfall im Arbeitsleben führen“, erläutert Professor Birger Kollmeier, Leiter der Projektgruppe und Sprecher des Exzellenzclusters „Hearing4all“ (Hören für alle) an der Universität Oldenburg, die Motivation zur Entwicklung der Technologie.

„Darüber hinaus ist es wichtig, dass der Gehörsinn in Übung bleibt – ähnlich wie bei Muskeln. Wenn der Gehörsinn nicht ausreichend stimuliert wird, lässt seine Funktion nach. Wer bei beginnender Hörminderung zu lange keine Hörunterstützung nutzt, für den ist es später wesentlich schwerer, sich an ein Hörgerät zu gewöhnen und davon zu profitieren“, so Kollmeier.

Die Oldenburger Hörforscher haben bereits in der Vergangenheit für Festnetz-Telefone eine ähnliche Lösung entwickelt. Dabei ist die Technik im Telefon installiert. Lautstärke und Klang werden über eine Tastenkombination angepasst.

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Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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