Beim Gerangel um die Präsidentschaft an der Fachhochschule haben alle Beteiligten Schaden genommen: Wissenschaftsminister Lutz Stratmann sieht sich – völlig unverschuldet – als entscheidungsschwacher Zauderer gebrandmarkt, das exzellente Renommee der zukünftigen Präsidentin Vera Dominke ist arg ramponiert, das mühsam aufpolierte Image der Hochschule hat böse Kratzer bekommen.
Der ohne Bodenhaftung agierende Hochschulrat hat durch seine Fehleinschätzung der Stimmungen und Bedürfnisse die bisher größte Krise in der jungen Geschichte der Fachhochschule heraufbeschworen – nur einsehen mag er sein Verschulden partout nicht.
Vera Dominke wird viel zu tun haben, zerschlagenes Porzellan wieder zu kitten. Sie kann sich dabei allerdings auf einen Senat und eine Studentenschaft stützen, die ganz großes Vertrauen in ihre Fähigkeiten setzen, die Einheit und den Zusammenhalt der fusionierten Hochschule zu fördern.
Ein Hochschulrat in Opposition ist da zukünftig wenig hilfreich. Er sollte Stratmanns Appell zur Geschlossenheit auf andere Weise beherzigen – und geschlossen zurücktreten.
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