Die FH hilft ihren Partnern nicht nur im technischen Bereich, sondern auch bei wirtschaftlichen und gesundheitlichen Fragen. Manfred Weisensee spricht von Gewinnern auf beiden Seiten.
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FRAGE:
Herr Weisensee, Fachhochschulen haben parallel zu ihrem Bildungsauftrag die Aufgabe, anwendungsorientierte Forschung zu betreiben. Bleibt dafür an der Jade-Hochschule ausreichend Zeit?
WEISENSEE
: Ja, in den Forschungsprojekten bearbeiten Professorinnen und Professoren in Kooperation mit Wirtschafts- und Dienstleistungsunternehmen sowie Verwaltungen und anderen Institutionen konkrete Problemstellungen der Praxis. Damit diese Zusammenarbeit gut funktioniert, gibt es Technologietransferstellen, die sich längst bewährt haben.
FRAGE:
Wie funktioniert denn dieser Technologietransfer konkret?
WEISENSEE
: Die Mitarbeiter pflegen sowohl sehr gute Kontakte in die Hochschulen als auch nach außen. Darüber hinaus vertreten sie die Hochschule auf Messen, um Projekte zu akquirieren. Sie organisieren Vortragsveranstaltungen, stellen interessierten Personen aus Wirtschaft und Verwaltung neue Entwicklungen aus der Hochschule vor, laden zu fachspezifischen Innovationsrunden ein und entwickeln selbst Ideen für Zusammenarbeit. Außerdem beraten sie und organisieren alles rund um ein Kooperationsprojekt.
FRAGE:
Wie kommen Sie denn an Ihre möglichen Auftraggeber?
WEISENSEE
: Unsere Berater strecken ihre Fühler nach allen Richtungen aus und sind auf Messen und anderen wichtigen Veranstaltungen präsent. Sie kennen sich bestens mit Antragstellungen und Förderprogrammen aller Art aus. Zusätzlich greifen sie auf Forschungsnetzwerke und umfangreiche Datenbanken zurück und arbeiten mit Einrichtungen und An-Instituten in der Hochschule zusammen.
FRAGE:
Kommt eine Zusammenarbeit zustande, ist die Arbeit dann erledigt?
WEISENSEE
: Nein, wir stehen auch anschließend weiter zur Verfügung. Die Akteure unterstützen die Projekte bis zum Abschluss.
FRAGE:
Welche Zielgruppen hat die Jade-Hochschule da besonders im Blick?
WEISENSEE
: Kleine und mittlere Unternehmen, die wir bei ihren Neuerungsaktivitäten unterstützten wollen. Dabei geht es nicht nur um den technischen Bereich, sondern auch um wirtschaftliche und gesundheitliche Fragen.
FRAGE:
Gibt es dabei für die Hochschule auch noch etwas zu lernen?
WEISENSEE
: Technologietransfer produziert ausnahmslos Gewinner. Die Forschenden arbeiten an einer speziellen Thematik und gewinnen viele neue Erkenntnisse. Zudem werden Studierende integriert, die frühzeitig Einblicke in Unternehmen und deren Abläufe bekommen. So hat schon manch einer von ihnen in solchen Kooperationen seine Abschlussarbeit geschrieben und sich dabei für den Partner als Mitarbeiter empfohlen.