JADE - JADE - Wacklig wie ein Teller auf dem Jonglierstab war die Entscheidung über einen Realschulzweig in Jade zwar nicht, aber andererseits gestaltete sich die Einrichtung dieser Schulform auch nicht ganz problemlos. Das klang gestern in den Grußworten der Gäste durch, die an der offiziellen Einweihungsfeier der Haupt- und Realschule Jade in der Aula teilnahmen.
Mit vereinten Kräften wurde aus der Not eine Tugend gemacht, betonte der stellvertretende Oberkreisdirektor Michael Höbrink. Denn die Schulstrukturreform mit Abschaffung der Orientierungsstufe bedeutete zunächst „eine Bedrohung“ für die in Jaderberg bestehende Hauptschule. Einzügig hätte diese auf Dauer nicht bestehen können, so Höbrink.
Weil jedoch sowohl die beiden damaligen Schulleiter Dieter Bloem (OS) und Hubert Dierker (HS), Regierungsschuldirektor Meinrad Rohde von der (damaligen) Bezirksregierung und nicht zuletzt Politik und Verwaltung des Kreises frühzeitig die kombinierte Haupt- und Realschullösung unter einem Dach favorisiert hätten, habe die Gemeinde Jade nun etwas, „was es normalerweise nur in Städten gibt: ein vollständiges Schulangebot“.
Meinrad Rohde wiederum erklärte seine frühzeitige „Begeisterung“ für die gemeinsame Haupt- und Realschule mit dem Hinweis, dass „größere Einheiten mehr Spielraum“ hätten. Außerdem gebe es zwischen Haupt- und Realschulen erfahrungsgemäß bei den Schülern „große Fluktuationen“. Da sei es sinnvoll, wenn sich beide Schulformen unter einem Dach befänden.
Hubert Dierker als Leiter der Haupt- und Realschule dankte allen Beteiligten – eingeschlossen darin die Vertreter von Rat und Verwaltung der Gemeinde – für die zügige Umsetzung.
Die Schüler zeigten zwischen den Ansprachen mit musikalischen und akrobatischen Einlagen, wie engagiert und vielfältig das Schulleben in Jaderberg ist. Nach dieser offiziellen Einweihungsfeier luden Lehrer, Eltern und Schüler zu einem „Tag der offenen Tür“ ein, um die Räume und die zahlreichen Schulprojekte vorzustellen.
