JEVER/HANNOVER -

ULRICH SCHÖNBORN

JEVER/HANNOVER - Noch eine Panne beim Zentralabitur in Niedersachsen: 17 Abiturienten des Mathe-Leistungskurses am Mariengymnasium in Jever konnten bei den schriftlichen Prüfungen eine Aufgabe nicht lösen, weil sie mit einem falschen Taschenrechner ausgestattet waren. Die Schule hält eine Wiederholung für möglich, aber Kultusminister Busemann (CDU) lehnt einen Nachschreibe-Termin ab. Insgesamt waren landesweit zehn Schulen von dem Problem betroffen.

Nach Angaben der Schulleiterin des Mariengymnasiums, Dorothe Levin, war die in Hannover gestellte Aufgabe nicht lösbar, obwohl der Taschenrechner vom Ministerium für den Unterricht anerkannt worden war. Er sei nicht so leistungsfähig wie teurere Konkurrenzprodukte. Der zuständige Mathelehrer habe bereits im September 2005 nachgefragt, ob den Schülern durch die Nutzung des Rechners Nachteile entstehen könnten, sagte Levin der NWZ . Das Ministerium habe schriftlich geantwortet: Das Problem sei bekannt und werde berücksichtigt.

Der Sprecher des Ministeriums, Heiner Hoffmeister, bezeichnete das Problem als „nicht so gravierend“. Die Aufgabe sei lösbar gewesen. Nachteile durch den langsamen Rechner könne die Schule ja bei der Bewertung der Klausuren berücksichtigen. „Nach Prüfung durch die Fachkommission gehen wir davon aus, dass ein Nachschreiben nicht stattfindet“, so Hoffmeister zur NWZ .

Schon vor einer Woche hatte es Ärger um Mathe-Klausuren gegeben. Plus und Minus waren verwechselt worden. Betroffen waren 163 Schüler an Wirtschaftsgymnasien.