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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Kleines Praktikum mit großer Wirkung

07.02.2015

Im Nordwesten Wenn sich seine Mitschüler in den kommenden Osterferien noch einmal im Bett umdrehen, wird Max Fabio Kaplan schon auf dem Weg zur Arbeit sein. Vom 7. bis zum 11. April hospitiert der 17-Jährige in einer sozialen Einrichtung im Oldenburger Land. Er würde sich gerne in einer Jugend- oder Suchteinrichtung umschauen, sagt er. „Das wäre für mich noch einmal ein neuer Schritt.“

Noch weiß der Schüler des Gymnasiums Brake nicht, was für einen Job er später ergreifen will, der soziale Bereich sei eine Option. „Selbst wenn ich etwas anderes mache, bleibt mir immer die Erfahrung.“

Die sammelt er beim Projekt Szenenwechsel, das Diakonie und Caritas im Oldenburger Land zum 17. Mal organisieren. Es bietet jungen Menschen ab 15 Jahren die Möglichkeit, eine Woche lang in sozialen Einrichtungen zu hospitieren. „Ich glaube, dass dadurch der Blick der jungen Menschen erweitert wird“, sagt Pfarrer Thomas Feld, theologischer Vorstand des Diakonischen Werkes Oldenburg.

Doch nicht nur die Kurzzeitpraktikanten profitieren von dem Projekt. „Sie bringen auch viel Freude und Frische in die Einrichtungen“, findet Feld. Manchmal kämen die Schüler auch wieder – als Auszubildende. „Das begrüßen wir“, meint Prälat Peter Kossen, Vorsitzender des oldenburgischen Caritasrates: „Wir erwarten es aber nicht.“

Etwas deutlicher wird Petra Burwinkel, Leiterin des Kindergartens St. Antonius in Steinfeld. „Natürlich hoffen wir, dass wir kompetente Fachkräfte bekommen.“ Burwinkel könnte Glück haben. Im vergangenen Jahr nutzte Nantje Fughe den Szenenwechsel, um sich im Kindergarten umzuschauen. Die 18-Jährige macht in diesem Jahr Abitur, danach eventuell ein Freiwilliges Soziales Jahr.

„Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, einmal in einem sozialen Beruf zu arbeiten“, sagt sie. In der kurzen Zeit habe sie Respekt vor dem Beruf der Erzieherinnen bekommen. Aber die Schüler bekommen auch einiges zurück.

Max Fabio Kaplan besuchte im vergangenen Jahr die Bahnhofsmission in Oldenburg, davor ein Altenheim in Brake. Die Freude, die Pfarrer Feld beschrieben hat, habe er selbst erlebt. „Am zweiten Tag wurde ich schon gefragt, ob ich wiederkomme“, erzählt er.

In diesem Jahr bieten Diakonie und Caritas rund 300 Plätze in 170 Einrichtungen für Jugendliche an. Deren Konfession spielt dabei keine Rolle. Im vergangenen Jahr nahmen 171 junge Menschen teil. „Wir bieten so viele Plätze an, damit auch jeder in seiner Nähe etwas findet“, sagt Theo Lampe vom Diakonischen Werk Oldenburg. Zeit, um sich zu bewerben, ist noch bis zum 10. März.

Schirmherr des Projektes ist in diesem Jahr der gebürtige Oldenburger und Grimme-Preisträger Klaas Heufer-Umlauf. Der Moderator, Sänger und Fernsehproduzent ist bekannt als Teil des Duos „Joko und Klaas“.


Infos und Bewerbung unter   www.szenen-wechsel.de 
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