Delmenhorst - Das Thema Bildung ist in Deutschland und gerade auch in Niedersachsen ein schwieriges Feld. „Alles was nicht richtig funktioniert, fällt am Ende der Kommune vor die Füße“, sagt Wilfried Lohre. Der Experte vom Institut für kommunale Bildung in Köln klärte die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses und des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft, Sport und Kultur in einer Sondersitzung über das Thema „Kommunales Bildungsmanagement“ auf.
„Das Entscheidende bei einem Bilddungssystem ist das Wechselspiel zwischen Kommune und Land. Kooperation und Kommunikation sind hierbei die Schlüsselbegriffe – ohne sie geht es nicht“ , so Experte Lohre.
Hintergrund des Vortrages von Lohre sind die Überlegungen der Stadt, wie in Zukunft das Thema Bildungsmanagement in Delmenhorst angegangen werden soll. Lohre machte klar, dass „Bildung mehr ist als Schule. „Das ist nur die einzige Zwangsveranstaltung, wo alle hin müssen. Der Rest ist nicht minder wichtig.“
Diesen Rest bilden Stiftungen, Volkshochschulen, Vereine und Verbände und weitere nichtstaatliche Akteure. Lohre: „Genau zwischen diesen Akteuren muss ein Zusammenspiel erfolgen. Verwaltung und Politik sollten hierfür auch enger zusammenarbeiten.“
Ein klarer Appell von Lohre geht vor allem an die Länder. „Bildung ist Ländersache in unserem föderalistischen Staat. Doch die Länder machen Bildung auch schnell zur Kommunal-Sache. Wir brauchen Transparenz und Kommunikation seitens der Länder, dann kann etwas erreicht werden“, so seine Forderung.
