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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Bildungspolitik: Land kippt Genprojekt an Schulen

13.03.2013

Hannover /Oldenburg Das niedersächsische Schul-Modellprojekt „Hannovergen“ steht vor dem Aus. SPD und Grüne in Niedersachsen hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag gegen eine weitere Finanzierung ausgesprochen.

Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne), dessen Haus die Kosten von jährlich rund 20 000 Euro trägt, lehnt das Projekt ab, weil es den Schülern eine positive Sicht auf die Gentechnik vermittle. Die Grünen lehnen Gentechnik grundsätzlich ab.

„Hannovergen“ hat vier Schulen im Großraum Hannover mit Labors ausgestattet, in denen Schüler seit 2008 mit Biotechnik experimentieren können. Dabei sollen sie sich mit Chancen und Risiken der gentechnischen Veränderung von Pflanzen auseinandersetzen. 2011 wurde das Projekt im Rahmen der Initiative „Land der Ideen“ ausgezeichnet.

Didaktisch betreut wird „Hannovergen“ von Wissenschaftlern der Universität Oldenburg. Sie weisen in das Thema ein und unterstützen den Unterricht vor Ort. Corinna Hößle, Professorin für Didaktik an der Uni Oldenburg, kann das drohende Aus nicht nachvollziehen. „Wir haben keine Schüler beeinflusst. Die Anzahl der Schüler, die vorher für die grüne Gentechnik gestimmt hat, hat nicht zugenommen“, sagte sie der NWZ . Es gehe den Initiatoren nicht darum, den Schülern eine bestimmte Sichtweise vorzugeben, sondern ihr Urteilsvermögen zu erweitern. „Es wäre schade, wenn die Schülerlabore geschlossen würden“, sagte Hößle.

Auch die Opposition kritisiert die Einstellungspläne der Regierung scharf. Sie will das Thema bei der ersten Landtagssitzung an diesem Mittwoch ansprechen.

Bisher haben 9000 Schüler der Klassen zehn bis zwölf an dem Projekt teilgenommen.

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Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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