Berlin/Oldenburg - Die meisten Eltern in Deutschland stellen den Lehrern ihrer Kinder ein gutes Zeugnis aus. 70 Prozent vertrauen ihnen bei Fragen zur Erziehung und Bildung. Das hat die Studie „Was Eltern wollen“ des Allensbach-Instituts ergeben.

Zwei Drittel aller Eltern, die sich an Lehrer wenden, halten deren Ratschläge für gut (64 Prozent). Die Zufriedenheit mit den Tipps anderer Eltern ist hingegen viel geringer (47 Prozent).

„Das Ergebnis zeigt, dass die Kooperation zwischen Eltern und Schulen besser geworden ist, dass auch mehr Kooperation stattfindet“, betont Heinrich Ricking, Sonderpädagogik-Professor an der Uni Oldenburg, in der NWZ. Er fordert Lehrer auf, nicht erst bei Problemen auf Eltern zuzugehen, sondern auch positive Kontakte zu suchen.

Günter Tillmann, Direktor des Herbart-Gymnasiums in Oldenburg und Sprecher der Direktoren der städtischen Gymnasien, lobt im Gespräch mit der NWZ  die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schulen: „Viele Projekte an den Gymnasien wären ohne die aktive Unterstützung und Einbindung der Eltern nicht realisierbar.“ Auch in grundsätzlichen Fragen der Schullaufbahn und der persönlichen Entwicklung der einzelnen Schüler nehme er wahr, dass Anregungen und Hinweise der Lehrkräfte von Eltern angenommen und intensiv bedacht werden.

Erziehungsunterschiede gibt es laut Allensbach-Studie aus sozialer Perspektive: So wollen Eltern aus höheren Schichten ihre Kinder zu 64 Prozent „an alle möglichen Interessensgebiete heranführen und ihnen viele Anregungen geben“ – bei Eltern aus schwächeren Milieus nur 40 Prozent.

Stefanie Dosch
Stefanie Dosch Politikredaktion/Newsdeskmanagerin
Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg