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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Lehrer klagen über zu viel unbezahlte Arbeit

02.08.2016

Hannover „Alarmierend“ nennt Verbandschef Eberhard Brandt die Studie zur Arbeitssituation von Lehrern, die Göttinger Forscher im Auftrag seiner Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ermittelt haben. Danach leisten Niedersachsens Gymnasiallehrer insgesamt 50 000 unbezahlte Überstunden pro Woche beziehungsweise zwei Millionen pro Jahr. Pro Lehrer sind es drei Stunden und fünf Minuten Mehrarbeit pro Woche, bei Grundschullehrern eine Stunde und 20 Minuten. 54 Prozent aller Befragten arbeiten trotz Krankheit an Unterrichtstagen auch vor der Klasse.

Rechtsstreit Hintergrund der Studie

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hatte im Juni 2015 entschieden, dass die von der Landesregierung beschlossene Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Gymnasiallehrer von 23,5 auf 24,5 Wochenstunden verfassungswidrig ist. Das Gericht kritisierte unter anderem, dass es bislang keinerlei belastbare und nachvollziehbare Erfassung der Arbeitsbelastung der Lehrer gibt.

Diese Daten ermittelte die Göttinger Uni mit Hilfe von 2869 Lehrkräften, die von Ostern 2015 bis Ostern 2016 ihre Arbeitszeit auf die Minute genau protokolliert hatten. Die Angaben sind für Gymnasien, Gesamtschulen und Grundschulen. An Haupt-, Real-, Ober- und Berufsbildenden Schulen beteiligten sich zu wenig Pädagogen. Zugrunde gelegt wurde eine 40-Stunden-Woche.

Besonders viel unbezahlte Arbeit leisten Teilzeit-Lehrkräfte an Gymnasien (plus 4:07 Stunden), Gesamtschulen (2:31 Stunden) und Grundschulen (2:00 Stunden). Zwei Drittel aller Lehrer arbeiten auch an fast jedem Wochenende, um beispielsweise Unterricht vorzubereiten oder Arbeiten zu korrigieren.

Brandt schließt nicht aus, dass die Gewerkschaft die Regierung vor Gericht dazu zwingen wird, „die Arbeitsbedingungen zu verbessern“. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) will die Daten „genau analysieren“ und „ein Expertengremium einsetzen“. CDU und FDP erwarten, dass Heiligenstadt Konsequenzen zieht.

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Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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