Hannover - Die niedersächsische Landesregierung schreibt aufgrund der durch die Flüchtlingskrise deutlich gestiegenen Schülerzahlen 930 weitere Lehrerstellen aus. Innerhalb eines Jahres seien rund 27 600 Schüler zusätzlich an die allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen im Land gekommen, die über keine oder sehr geringe Deutschkenntnisse verfügen, sagte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) am Donnerstag in Hannover.

„Damit steigt der Bedarf an Sprachfördermaßnahmen und Lehrerstunden deutlich an“, sagte die Kultusministerin. Von den zusätzlichen Stellen würden 800 in Kürze ausgeschrieben, sagte Heiligenstadt. „Der Rest dient als Nachsteuerungsreserve.“ Die Ministerin betonte, sie wolle der aktuellen Lage angemessen aber mit Augenmaß begegnen. „Jedes Kind hat ein Recht auf gute Schulbildung. Wir müssen daher die Unterrichtsversorgung genauso im Blick haben, wie die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel.“

Insgesamt seien für das kommende Schuljahr nun rund 2750 Stellen für Niedersächsische Schulen ausgeschrieben.