Oldenburg - Mit einem Festakt in Anwesenheit von Ministerpräsident Stephan Weil und Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajic haben rund 700 geladene Gäste am Mittwochabend in einem beschwingten und zugleich informativen Festakt das 40-jährige Bestehen der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg gefeiert. Mit Rück- und Ausblicken, Gesprächsrunden und viel Musik und Gesang lief ein rund zweistündiges abwechslungsreiches Programm ab.
„Diese Universität knüpft an die Bedürfnisse der Menschen an, sie gibt Impulse für die Wirtschaft und ist ganz tief in der Region verankert“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil. Die Hochschule sei in der niedersächsischen Universitätsszene hoch anerkannt und sehr innovativ. „Die steigenden Studentenzahlen sprechen für sich“, so Weil.
Der Ministerpräsident wünschte der Carl von Ossietzky Universität, „dass sie sich selbst treu bleibt“. „Sie wird sicherlich ein kluges Rezept für die Zukunft haben. Das kann so weiter gehen“, betonte Weil, bevor er zur Regionalkonferenz der SPD in der Oldenburger Kulturetage weiter musste.
Es war der Universitätspräsident mit der längsten Amtszeit (1986 bis 1998), der gemeinsam mit der TV-Journalistin Susanne Holst den Blick zurück richtete. Michael Daxner, nach einem Sturz mit dem Fahrrad noch leicht lädiert, verriet, was aus seiner Sicht die Universität so einmalig mache: „Hier macht man sich Gedanken darüber, was eine Universität für die Gesellschaft tun kann. Das war von Anfang an so. Und es ist bemerkenswert, was meine Vorgänger hier schon aufgebaut haben.“
Die Entwicklung der Uni sei in den Anfängen allerdings schwierig gewesen, „weil die Oldenburger gern eine andere Universität“ gehabt hätten. „Aber die Anerkennung durch die Region zählt heute zu ihren Stärken“, so Daxner. In der ersten Reihe der Gäste saßen Daxners Vorgänger und Nachfolger.
Prof. Dr. Volkhard Knigge, der unter anderem Stiftungsdirektor der Gedenkstätte Buchenwald ist, zog eine Bilanz der Universität, die er selbst als Student besucht hat: „Oldenburg war immer der Zeit voraus. Die Uni ist von gesellschaftlicher Relevanz und heute ein Markenzeichen in der deutschen Hochschullandschaft.“
Die heutige Uni-Präsidentin Prof. Dr. Babette Simon bedankte sich vor allem bei den Menschen, Unternehmen und Förderern der Hochschule, die die Uni immer nach Kräften unterstützt hätten. Sie zog eine positive Bilanz der Entwicklung. Simon verlieh dem ehemaligen Vorsitzenden des Hochschulrates Dr. Werner Brinker und dem ehemaligen Hochschulratsmitglied Eske Nannen die Universitäts-Medaille.
