Delmenhorst - Wie wird eine Wunde richtig verbunden? Und wie geht eigentlich eine Herzdruckmassage? Das wissen 13 Jungen und Mädchen vom Willms-Gymnasium jetzt genau: Sie sind ausgebildete Schulsanitäter und kennen sich im ABC der ersten Hilfe bestens aus. Das wurde ihnen jetzt mit einer Urkunde und der offiziellen Ernennung zum Schulsanitäter durch Heike Walter und Bodil Behrens vom Malteser Hilfsdienst Delmenhorst bestätigt.

Das Wissen der Schüler wurde in Theorie und Praxis geprüft. In einer Klausur hatten die angehenden Sanitäter 30 Fragen zu beantworten, danach gab es ein Fallbeispiel in der Praxis zu bewältigen. Dabei schlugen die Jungen und Mädchen sich allesamt gut, so dass jeder eine Urkunde in Empfang nehmen konnte. Die Ausbildung hat ein halbes Jahr gedauert, jeden Freitagnachmittag hatten die Schüler theoretischen und praktischen Unterricht im Haus der Malteser.

Zwei Dinge gab Heike Walter den frischgebackenen Schulsanitätern noch mit auf den Weg: „Nichts tun ist der einzige Fehler, den ihr machen könnt“, erinnerte die Ausbilderin, „und denkt dran: Auf jedes Pflaster gehört ein Smiley.“ Ihr Können haben die Schulsanitäter auch beim Wettbewerb „Hand aufs Herz“ am Montag in Bremen unter Beweis gestellt.

Auch die Schulsanitäter vom Max-Planck-Gymnasium waren in Bremen dabei. Sie haben außerdem beim Wettbewerb „Mit Herz und Verband“ des Deutschen Roten Kreuzes in Lingen teilgenommen und den 6. Platz belegt – von insgesamt 97 Startergruppen. 15 Aufgaben mussten die vier Teams des Schulsanitätsdienst bewältigen, wie AG-Leiterin Sibylle Wriedt berichtet.

Die Schulsanitäter mussten verschiedene fiktive Notfälle versorgen, darunter ein Badeunfall und eine Verbrennung vom Grillen. Zudem gab es Aufgaben, die Teamfähigkeit, Schnelligkeit und Geschick erforderten. Ausbilderin Heike Walter zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistung der Schüler.