Delmenhorst - Wenn es in der Schule um Geschichte geht, stöhnen oft Schüler auf und bearbeiten die Themen wie Napoleon, die französische Revolution oder die Pest ausgesprochen schwerfällig. Es gibt beliebtere Fächer.

Umso erfreulicher ist es daher, dass drei Schülerinnen des Max-Planck-Gymnasiums Delmenhorst eine Facharbeit bzw. ein fiktives Tagebuch für den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2012/2013 eingereicht und den Förderpreis des Landes gewonnen haben. Mit dem Thema „Zwischen Erleichterung und sozialer Ausgrenzung – Schlesische Vertriebene in Delmenhorst nach dem Zweiten Weltkrieg“ überzeugte Nina Schulmann aus der 11. Klasse die Jury. Ebenso einen Förderpreis holten sich Yasmin Aggour und Jessica Glaas, beide 13 Jahre, mit ihrem „Tagebuch von Nachbarn der jüdischen Familie Rothschild aus Delmenhorst“. Alle drei dürfen sich über einen Geldpreis freuen.

Eine Teilnehmerurkunde erhielten Naila Duddek und Melina Stürken sowie Thorben Hitz, Lukas Rhode, und Florian Schäfer, alle aus der achten Klasse, von Schulleiterin Cordula Fitsch-Saucke. Die Lehrer Erika Labinsky, Herta Hoffmann und Achim Müller betreuten die Jugendlichen von August letzten Jahres bis Februar.

„Vertraute Feinde – Nachbarn in der Gemeinde“ lautete das übergeordnete Thema des bundesweiten Wettbewerbs, das von der Körber-Stiftung in Hamburg ausgerichtet wird. Gustav Heinemann hatte den Wettbewerb damals gegründet. Durch das Teilnehmen und das Forschen nach Quellen sollen die Schülerinnen und Schüler die Lust an der Geschichte wiederfinden. In Delmenhorst ist der Anfang gemacht.