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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Nachhilfe für Lehrer in Sachen Tablets

10.03.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-03-10T08:46:04Z 280 158

Neue Medien:
Nachhilfe für Lehrer in Sachen Tablets

Oldenburg Manche Dinge ändern sich nie: Die erste Reihe im Hörsaal eins der Universität Oldenburg ist leer. Dort findet der Auftaktvortrag zu der Veranstaltung „Mobiles Lernen mit Tablets und Co.“ statt. Immer mehr Lehrer strömen in den Saal, suchen sich ihre Plätze und amüsieren sich darüber, dass sie – wie ihre Schüler – die erste Reihe scheuen.

Über 900 Teilnehmer erwarten die Organisatoren Andreas Hoffmann und Eyk Franz am 9. und 10. März in der Universität. Ziel ist es, den Lehrenden aufzuzeigen, was mit den neuen Medien im Klassenraum alles möglich ist. „Wir bieten Workshops an, um ganz praktisch zu zeigen, wie der Unterricht mit den Tablets aussehen kann“, sagt Franz. Die Workshops finden nicht nur mit Referenten statt, sondern auch mit Schülern. Die Klassen kommen in die Uni und dort findet eine Unterrichtsstunde mit Einsatz der neuen Medien statt – die Lehrenden können sich Tipps und Anregungen für den eigenen Unterricht mitnehmen.

„Die Veranstaltung ist eine anerkannte Fortbildung“, sagt Franz. Aus der ganzen Bundesrepublik kämen Teilnehmer – unter ihnen auch Patricia Hess und Meike Neubert aus Wuppertal.

Die beiden Lehrerinnen planen ein Tablet-Konzept für ihre Gesamtschule. „Wir wollten erst einmal einen breiten Themenbereich recherchieren und viele Infos auf einmal einholen, dafür ist diese Veranstaltung sehr gut“, sagt Neubert. Sie hätten auch direkt viele Leute getroffen und hoffen, gute Anregungen in die Schule mitnehmen zu können, meint Hess.

940 Kilometer Anreise hat Harald De Zottis aus Österreich auf sich genommen. Er arbeitet in einem Verein, der sich für die Umsetzung von IT-Projekten an Schulen in Österreich einsetzt. Zur Veranstaltung in Oldenburg ist er gekommen, um Kontakte nach Deutschland zu knüpfen. „Das Konzept, Schüler mit in die Veranstaltung einzubinden, ist super. So lernen die Lehrer direkt im realen Unterricht“, sagt er. Lernen durch Lehren – das möchte auch Franz den 900 Teilnehmenden vermitteln: „Wir müssen den Lehrern die Angst vor den neuen Medien nehmen.“ Die Schüler gingen schon wie selbstverständlich mit Tablets und Co. um, drehten Youtube-Videos für den Unterricht und führten Interviews – davon können auch Lehrende profitieren.

Das bestätigen auch die beiden Lehrer Annika Eilers und Michael Wagner. Sie unterrichten an einer Oberschule in Bremerhaven. „Unsere Schüler sind im Umgang mit den technischen Geräten wirklich sehr fit“, sagt Eilers. An ihrer Schule werden die Schüler im Realschulzweig ab der achten Klasse mit Tablets ausgestattet und arbeiten dann ständig damit. „Das sind ihre Schreib- und Recherchewerkzeuge“, sagt Eilers.

Und wenn man in den Hörsaal eins schaut, wo ein Lehrer nach dem anderen sein Laptop aufschlägt oder das Tablet aus der Tasche holt, ist das bei ihnen kaum anders. Gute Voraussetzung, damit im Unterricht bald Tablet und Co. genutzt werden.