Hannover - In Niedersachsen nehmen im Schnitt ein Drittel der Grundschüler und 18 Prozent der Schüler an weiterführenden Schulen am Mittagessen in der Schule teil. Im Nachbarland Bremen sind es sogar 94 Prozent der Grundschüler und 34 Prozent an weiterführenden Schulen. In den Nachbarländern Schleswig-Holstein (39 Prozent Grundschulen, 18 Prozent weiterführende Schulen) und Nordrhein-Westfalen (38/30) ist die Teilnahme am schulischen Mittagessen ebenfalls größer als in Niedersachsen.
Diese Zahlen nennt eine bundesweite Umfrage der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), die im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums erstellt wurde. Der Grund, warum nicht mehr Schüler in der Mensa essen, liegt in dem als nicht attraktiv empfundenen Angebot, teilweise auch daran, dass es mittags ein Angebot zu Hause gibt. Die Umfrage nennt weitere Zahlen zu den niedersächsischen Schulen.
So liegt der Preis für ein warmes Mittagessen in Niedersachsen bei 2,93 Euro in Grundschulen und bei 2,91 Euro in weiterführenden Schulen. In Bremen zahlen Schüler im Schnitt 2,42 Euro (Grundschulen) und 2,73 Euro (weiterführende Schulen). Dabei bezuschusst Niedersachsen (beziehungsweise die Kommune) das Mittagessen in der Schule mit 1,10 Euro (Grundschulen) und 1,45 Euro (weiterführende Schulen). In mehr als der Hälfte der Schulen gibt es zwei Menüs zur Auswahl, eine freie Auswahl der Komponenten wird nur in wenigen Schulen angeboten.
Damit ein Mittagessen in Ruhe eingenommen werden kann, so die Wissenschaftler, sei eine ausreichende Mittagszeit entscheidend. In Niedersachsen sind Pausen von einer Stunde relativ selten, in mehr als 60 Prozent der Schulen im Land dauert die Mittagspause nicht mehr als 45 Minuten (in 22 Prozent der Schulen sogar nur maximal eine halbe Stunde). 66 Prozent der Schulen verfügen über eine Mensa.
Der beste Mensa-Koch kommt übrigens aus Göttingen. Am Donnerstag wurde Bernhard Theiß (53), Leiter der Schulmensa der Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen, mit dem „goldenen Teller“ ausgezeichnet.
