OLDENBURG - OLDENBURG - Die Gewerkschaft will den regionalen Arbeitskampf vor allem in den Zentren Oldenburg, Delmenhorst, Brake und Nordenham führen. Die Bürger sollten sehen, wie wichtig der Öffentliche Dienst als Dientsleister sei, sagte „Verdi“-Sekretär Peter Syga gestern bei einer Zwischenbilanz in Oldenburg. Darum konzentriere man sich auf Schulen/Sporthallen und Kindertagesstätten.

Nach Angaben von „Verdi“-Bezirksgeschäftsführer Uwe Liebe haben in der Region beim Aktionstag am Mittwoch 1282 Beschäftigte gestreikt, am Donnerstag 320, am Freitag 450 und am Montag 800. „Die Resonanz ist überraschend positiv“, meinte Liebe, „die Leute sagen, ihnen reicht es jetzt.“ Es gehe nicht um 18 Minuten tägliche Mehrarbeit, sondern „um ein Leben unter permanentem Druck; das ist eine existenzielle Auseinandersetzung.“

In dieser Woche will Verdi die Marschzahl erhöhen. Heute lädt die Gewerkschaft zum „regionalen Kita-Tag“ in die Wesermarsch-Gemeinde Rodenkirchen (ab 10 Uhr Markthalle). In den Kindertagesstätten soll es Notdienste (meist aber nur für Berufstätige) geben. In Oldenburg sind drei Sporthallen geschlossen, in Nordenham die Bäder, in Brake ist das Bürgeramt lahmgelegt.

Am Donnerstag plant „Verdi“ die nächste Großaktion. Dann werden zusätzlich Universität und Fachhochschulen bestreikt – und das Klinikum Oldenburg. Erstmals soll auch das Delmenhorster Krankenhaus einbezogen werden (nicht aber die Wesermarsch-Klinik). Zur zentralen Kundgebung (der Ort steht noch nicht fest) erwartet „Verdi“ 1000 Teilnehmer.