OLDENBURG - Wirtschaft wurde als Schulfach lange vernachlässigt, oder fand gar nicht statt. Daran hat sich in den vergangenen Jahren einiges geändert. Die Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen zeichnete am Mittwoch im Oldenburger Kulturzentrum PFL drei Schulen mit dem mit 15 000 Euro dotierten Förderpreis Ökonomie an Schulen aus.
Ökonomie ist Alltag. Sie ist überall zugegen und bestimmt unsere Lebenswelt, sagte Michael Waskönig, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Das Fach Wirtschaft sei wichtig, um politische und gesellschaftliche Prozesse begreifen zu können.
Der Preis wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ökonomische Bildung in Oldenburg verliehen. Ich glaube, dass die ökonomische Bildung an Schulen realisierbar ist, sagte der Direktor des Instituts, Prof. Hans Kaminski. Er forderte das Land Niedersachsen auf, dieses Reformvorhaben derartiger Schulprofile mehr zu fördern.
Auf dem ersten Platz landeten gleich zwei Schulen: Die Friederikenschule Großheide, Haupt und Realschule (Kreis Aurich) überzeugte die Jury mit ihrem vierstündigen Profil Wirtschaft. Die Schüler können dort unter anderem mit einer Berufspädagogin und einem Berufsberater von der Bundesagentur für Arbeit mögliche Berufsfelder besprechen. Zweite Siegerschule wurde die Haupt- und Realschule Moorhusen (Kreis Aurich), die über ausgebildete Wirtschaftslehrer verfügt. Dort werde besonders der regionale Wirtschaftsraum, z.B. im Bereich der maritimen Wirtschaft am Beispiel des Jade-Weser-Ports thematisiert, sagte Dr. Claudia Verstraete, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit des Instituts für ökonomische Bildung, in ihrer Ansprache. Beide Schulen erhielten jeweils 6000 Euro.
Den mit 3000 Euro dotierten dritten Platz belegte der Realschulzweig der Kooperativen Gesamtschule Alexander-von-Humboldt-Schule Wittmund. 15 Schulen in Nord-West-Niedersachsen standen in der engeren Auswahl. Wir hoffen, dass sie zu Multiplikatoren werden für eine gute Wirtschaftsausbildung, so Kaminski.
