OLDENBURG/BREMEN/STUTTGART - OLDENBURG/BREMEN/STUTTGART/TEHA/DPA - Die Universität Oldenburg wird sich bei der zweiten Runde der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern mit zwei Projekten bewerben. Neben den in der ersten Runde in der vergangenen Woche knapp gescheiterten Hörforschern treten nun auch die Oldenburger Informatiker mit einem Projekt zur Verkehrssicherheit an. Die zweite Runde der millionenschweren Förderinitiative startet im Januar 2007.

Nach der Kritik am Auswahlverfahren für die neuen Elite-Hochschulen hat derweil Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) das System verteidigt. „Das Ergebnis der ersten Auswahlrunde zeigt deutlich, dass es sich um ein rein wissenschaftsgetriebenes Auswahlverfahren handelte“, sagte Frankenberg nach der Wahl der drei ersten Elite-Universitäten in München und Karlsruhe. „Gerade wir wollten dies so, dass die Wissenschaft entscheidet.“

Nach Ansicht Frankenbergs sollte es bei dem Auswahlverfahren bleiben. Er stimme Bremens SPD-Wissenschaftssenator Willi Lemke zu, sagte Frankenberg: „Wir haben uns alle zu diesem Verfahren entschieden. Und da es dabei nun, wie gewollt, ausschließlich um Qualität und Leistungskraft der Forschung ging, müssen wir dieses Verfahren natürlich beibehalten.“

Die Jury hatte – wie berichtet – für die erste Runde der 1,9 Milliarden teuren Exzellenzinitiative am vergangenem Freitag die Ludwig-Maximilians-Universität-München, die Technische Universität München und die Universität Karlsruhe für eine so genannte Elite-Förderung ausgewählt. Zugleich konzentrierte sich auch der Großteil der übrigen Förderungen weitgehend auf Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

In der Kategorie der Spitzenforschungszentren (Exzellenzcluster) hatten die Universitäten Oldenburg und Bremen immerhin die Endrunde der letzten 41 Bewerber erreicht; ihre Anträge setzten sich letztlich aber nicht durch. Bremen war zudem unter die letzten zehn Bewerber in der Kategorie Elite-Förderung gekommen.