OLDENBURG/ELSFLETH -
Redaktion Elsfleth
OLDENBURG/ELSFLETH - Den Startschuss für einen neuen interdisziplinären Forschungsschwerpunkt „Schiffsdynamik“ gab gestern die Präsidentin der Fachhochschule Oldenburg-Ostfriesland-Wilhelmshaven, Vera Dominke, am FH-Fachbereich Seefahrt in Elsfleth. Ziel des auf fünf Jahre angelegten Projekts ist die Erhöhung der Sicherheit und der Wirtschaftlichkeit in der Schifffahrt. Die Oldenburger und Elsflether Wissenschaftler wollen untersuchen, wie die Ladekapazität von Seeschiffen besser ausgenutzt, der Brennstoffverbrauch verringert und die Schiffssicherheit verbessert werden können.Beteiligt sind fünf Professorinnen und Professoren aus Oldenburg und Elsfleth, Nautiker und Geoinformatiker, sowie drei wissenschaftliche Hilfskräfte. Anfang Dezember 2006 hatte das Niedersächsische Kabinett knapp 800 000 Euro, Vorab-Mittel aus den dem Land zustehenden Fördermitteln der VW-Stiftung, für das Projekt bewilligt. „Das ist das Größte, was man als Fachhochschule an Land ziehen kann“, freute sich gestern FH-Vizepräsident Prof. Manfred Weisensee. Pro Jahr würden landesweit nur zwei Forschungsschwerpunkte von den VW-Stiftungsgeldern profitieren können.
Mit Verfahren der Mess- und Analysetechnik, unter anderem mit einem millimetergenau arbeitenden GPS-System, wollen die Wissenschaftler Eintauchtiefen, Vertrimmung und Rollverhalten von Seeschiffen sowohl auf Revierfahrten als auch auf offener See untersuchen. Industriepartner, Reedereien und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sollen einbezogen werden. Ziel ist ein Warnsystem auf der Brücke, das dem Schiffsführer Informationen über die dreidimensionale Lage des Schiffs, die Unterkielfreiheit und die Rollgefährdung bei schwerer See liefert.
