OLDENBURG - An der Universität Oldenburg ist am Dienstag ein Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ) eröffnet worden. Es richtet sich insbesondere an Studenten, Doktoranden, Mitarbeiter und Ehemalige der Uni Oldenburg, der kooperierenden Jade Hochschule sowie der Uni Vechta und Hochschule Emden/Leer, die mit einer innovativen Idee ein Unternehmen gründen und dabei auf die Beratungskompetenz und das Netzwerk der Universität zurückgreifen wollen.

Wissenschaftsministerin Prof. Johanna Wanka (CDU) betonte, dass „eine universitäre, regional verankerte Gründungskultur das Profil der Hochschulen im Nordwesten“ schärfe und das Potenzial habe, eine zentrale Antriebskraft für den wirtschaftlichen Strukturwandel der Region zu sein.

Das Thema Unternehmensgründung habe an der Universität Oldenburg bereits seit Jahren einen hohen Stellenwert, betonte Universitätspräsidentin Prof. Dr. Babette Simon: „Mit der Einrichtung des Gründungs- und Innovationszentrums GIZ verfolgen wir das Ziel, das Thema Unternehmensgründung inhaltlich und organisatorisch in unserer Universität zu verankern. Wir wollen auf diese Weise ein Anziehungspunkt für gründungsinteressierte Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden und damit zur Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region beitragen“, so Simon anlässlich der Eröffnung.

„Unser Ziel ist es, die Zahl der Unternehmensgründungen in der Region weiter voran zu treiben“, erklärte Dr. Petra Buchholz, Leiterin des GIZ. Das GIZ biete professionelle Beratung, Coaching und Qualifizierung im Vorfeld und nach der Gründung. „Wir helfen in allen Phasen der Gründung, erstellen Machbarkeitsstudien – und raten aber auch ab, wenn wir meinen, dass sich die Idee nicht vermarkten lässt“, so Buchholz.

Mit Blick auf den im Herbst beginnenden Medizin-Studiengang sagte Prof. Dr. Katharina Al-Shamery, Vizepräsidentin für Forschung, dass man in Zukunft auch auf die Gründung und Ansiedlung von Unternehmen im Bereich der Medizintechnik setze.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hatte die Universität Oldenburg 2011 im Wettbewerb „Exist-Gründungskultur – Die Gründerhochschule“ als eine der drei besten Gründerhochschulen Deutschlands ausgezeichnet und Fördermittel bereitgestellt.