OLDENBURG - Der Verein der Freunde und Förderer der Universitätsmedizin Nordwest hat am Donnerstagabend bei seiner Mitgliederversammlung in Oldenburg die Gründung einer Stiftung auf den Weg gebracht. Ziel des Vereins ist es, den gemeinsamen Medizinstudiengang der Universitäten Oldenburg und Groningen ideell und finanziell zu unterstützen – über Mitgliedsbeiträge und indem er Spenden sammelt. „Die Bereitschaft, hier etwas Neues zu gestalten, ist sehr groß“, betonte Vorstandsvorsitzender Dr. Gerd Pommer.
Das Konzept der geplanten medizinischen Fakultät beruht auf der Gründung der European Medical School Oldenburg/Groningen mit einem gemeinsamen Studienangebot Humanmedizin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Rijksuniversiteit Groningen. Neben der Gründung der humanmedizinischen Fakultät an der Uni Oldenburg müssen sich die drei Oldenburger Krankenhäuser zu einem Universitätsklinikum zusammenschließen.
Der Verein schätzt, dass für die ersten fünf Jahre der Universitätsmedizin 20 Millionen Euro benötigt werden. Dies werden das Land und die Universität Oldenburg allein nicht leisten können. Deshalb will der Verein in den nächsten Monaten bei vielen Veranstaltungen für das Projekt werben.
Über die künftige Stiftung, Träger ist der Verein der Förderer der Universitätsmedizin, will man stärker Finanz- und Sachmittel im Nordwesten einwerben. Diese Mittel sollen dann der Universität für den neuen Studiengang zur Verfügung gestellt werden. Dem Stiftungsvorstand sollen fünf Mitglieder angehören.
Eines dieser Mitglieder soll neben der Uni-Präsidentin Babette Simon und dem künftigen Dekan/der Dekanin der ehemalige IHK-Präsident Karl Harms sein. Harms wurde am Donnerstag zum stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Michael Wefers, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft, rückt im Vorstand auf den Platz von Gerd Stötzel, Landrat des Kreises Diepholz.
