OLDENBURG - OLDENBURG/DRU - Die Rechte von Frauen stehen im Mittelpunkt eines auf drei Jahre angelegten Projektes unter der Leitung von Dr. Lydia Potts, das am Institut für Politikwissenschaft der Universität Oldenburg angelegt ist und im Rahmen des „Europäisch-Islamischen Kulturdialogs“ mit einem Gesamtvolumen von voraussichtlich 270 000 Euro gefördert wird. Kooperationspartner der Uni sind das Zentrum für Frauenforschung der Universität Fes in Marokko, das Zentrum für Geschlechterforschung und Entwicklung an der Universität Sana'a sowie das Frauenforschungs- und Trainingszentrum der Universität Aden.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen Fragen der Staatsbürgerschaft von Frauen. Dabei geht es insbesondere um die Frage, welche Möglichkeiten zur politischen Partizipation und Repräsentation Frauen in Deutschland, Marokko und im Jemen haben und wie sich staatsbürgerliche Rechte entlang der Linien beispielsweise von Geschlecht und Klasse unterscheiden. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist der Zusammenhang von Geschlecht und Gewalt: Die Wissenschaftler wollen u.a. herausfinden, was effektive Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen im privaten und im öffentlichen Raum sind.
