OLDENBURG - Mit besonderer Hygiene soll das Ausbreiten des Noro-Virus an der Universität eingedämmt werden: So lautet das Ergebnis einer Besprechung von Gesundheitsamt, Universität und Studentenwerk am Montag. Mehrfach am Tag werden Handläufe, Türklinken, Waschbecken und Tischplatten gereinigt.

Etwa 250 Erkrankte in der Universität hatten über teils schwere Magen-Darmprobleme geklagt. So war zunächst das Mensa-Essen in Verdacht geraten, zumal dort zeitgleich 15 Mitarbeiter erkrankt waren.

Inzwischen steht fest, dass das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in den Speisen keine Keime nachweisen konnte. „Wir sind natürlich erleichtert, dass sich diese Verdachtsmomente nicht bestätigt haben“, sagt Ted Thurner, Pressesprecher des Studentenwerks. Er geht davon aus, dass – wenn sich alles weiter beruhigt – die in der vergangenen Woche erkrankten Mitarbeiter am Mittwoch an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können.

In diesen Tagen verzeichnet die Mensa die Hälfte der sonst üblichen Gäste. Aber da ohnehin Semesterferien seien, geht Thurner nicht von erheblichen wirtschaftlichen Einbrüchen aus.

Auch in der Mensa wird noch häufiger gereinigt als sonst. Das strenge Desinfektions-Programm empfiehlt Dr. Frank Bazoche, Leiter des Oldenburger Gesundheitsamtes, da Erkrankte auch 48 Stunden nach dem Abklingen aller Symptome durchaus noch Viren übertragen können. Eine gründliche Händehygiene gilt als beste Vorbeugung.

Man geht derzeit davon aus, dass sich die Zahl der Neuerkrankten in den nächsten Tagen reduziert.