OLDENBURG - Nach einer Woche ist der Noro-Virus an der Universität auf dem Rückzug: Wie Dr. Frank Bazoche, Leiter des Gesundheitsamtes, am Freitag mitteilte, seien nur noch sehr wenige Neuerkrankungen zu verzeichnen. „Die Hygienemaßnahmen der Universität haben gut gewirkt.“

Ende vergangener Woche waren im universitären Umfeld 250 Beschäftigte und Studierende an schweren Magen- und Darminfektionen erkrankt, die durch die hochansteckenden Noro-Viren ausgelöst worden waren. Das haben Tests des Landesgesundheitsamtes in Hannover ergeben .

Umgehend wurden an der Universität und besonders im Mensa-Bereich besondere Hygiene-Vorkehrungen getroffen, um die Übertragungskette zu unterbrechen. In den Sanitärbereichen etwa wurden besondere Desinfektionsmittel für die Hände aufgestellt.

Und so war in den vergangenen Tagen bereits die Zahl der Neuerkrankungen gesunken. Lediglich wenige Angehörige bereits zuvor Erkrankter infizierten sich nach Angeben des Gesundheitsamtes.

Besonders die Geschäftsführung des Studentenwerks reagiert erleichtert, dass es nicht die Speisen der Mensa waren, die die Erkrankungen ausgelöst hatten. Zunächst stand insbesondere eine Salatsauce in Verdacht, die Magen-Darm-Erkrankungswelle ausgelöst zu haben. Sogar von Salmonellen war die Rede gewesen. Doch Studentenwerks-Geschäftsführer Gerhard Kiehm hatte sofort alle Speisen vom Lebensmitteluntersuchungsamt prüfen lassen. Alle Tests verliefen nach Angaben des Studentenwerks negativ. Inzwischen sind auch alle Essensausgabestellen wieder geöffnet.

Noro-Viren sind hochansteckend und werden über Stuhl und Erbrochenes übertragen. Eine gründliche Händehygiene gilt als beste Vorbeugung. Erkrankte können auch 48 Stunden nach dem Abklingen der Symptome noch Viren übertragen.