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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Schulpolitik In Niedersachsen: Das sagt Kultusministerin Heiligenstadt zum Lehrermangel

14.09.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-09-14T16:51:44Z 280 158

Schulpolitik In Niedersachsen:
Das sagt Kultusministerin Heiligenstadt zum Lehrermangel

Oldenburg/Hannover Der Lehrermangel an Grundschulen, Auflösung der Förderzentren mit Schwerpunkt Lernen, die Attraktivität des Lehrerberufs – Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) hatte sich einem breiten Strauß an Themen zu stellen, als sie am Dienstag die NWZ besuchte und Leserfragen beantwortete. NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann hatte die Fragen vorgetragen. Die wichtigsten Punkte im Überblick.

Der Lehrermangel zeichnete sich doch früher ab

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Das Ministerium sei nicht erst vier Wochen nach Schulbeginn von den Schülerzahlprognosen überrascht worden, stellte Heiligenstadt klar. „Für die ausgeschrieben Stellen, besonders im Grundschulbereich, hatten wir leider nicht ausreichend Bewerber“, sagte sie. Die Zahl der Bewerber sei aber nicht exakt vorhersehbar. Nicht das Kultusministerium stelle die Lehrkräfte ein, sondern die Landesschulbehörde. Die Information über mögliche Abordnungen sei den Gymnasien zudem seit März bekannt gewesen (Frage von Werner Peltzer, Wildeshausen).

Kann man den Lehrermangel in den Griff bekommen

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Im Augenblick gebe es eine Delle bei der Zahl der Lehramtsabsolventen. Die neue Grundschullehrerausbildung dauert ein Jahr länger. Das hat dazu geführt, dass in diesem Jahr und auch zum nächsten Einstellungstermin sich nicht genügend Bewerber gemeldet hatten (nur 400). 2018 rechnet Heiligenstadt mit einer höheren Bewerberzahl (ungefähr 1000). Dass die Attraktivität des Grundschullehramts nicht so groß sei, habe auch damit zu tun, dass die Besoldung der Grundschullehrer und -leiter niedriger sei als in anderen Schulformen: Heiligenstadt: Die SPD will die Angleichung der Besoldung der Grundschullehrer auf A 13 umsetzen, zunächst die der Grundschulrektoren (Frage von Andreas Szyrba, Oldenburg, und Maike Betten).

Wie steht es um die Schulsozialarbeiter

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Heiligenstadt: „Wir sind eines der wenigen Bundesländer, das Schulsozialarbeiter in Landesverantwortung eingestellt hat. Vorher war Schulsozialarbeit Aufgabe der Kommunen.“ 1000 Schulen sind mit Schulsozialarbeitern ausgestattet worden, darunter auch 160 Grundschulen. Die Ministerin unterstützt die Bemühung der Gewerkschaften nach einer besseren Bezahlung. Die Tarife verhandelt die Tarifgemeinschaft der Länder mit den Gewerkschaften (Frage von Ursula Philipp, Oldenburg).

War die Inklusion an den Schulen übereilt

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Heiligenstadt: „Uns ist bewusst, dass der Weg zur Inklusion einer der größten Umstellungsprozesse ist, in der sich unsere Bildungslandschaft befindet.“ Die Lehrkräfte leisteten auf diesem Gebiet sehr viel. „Ich bin auch nicht der Meinung, dass wir das mal eben schnell eingeführt haben.“ Der Prozess sei langsam aufwachsend, Schuljahr für Schuljahr. Auch die Zahl der Fachkräfte für die Inklusion sei gestiegen (Frage von Hannelore Eggeling).

Ist die Abschaffung der Förderschulen richtig

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Die Förderschulen mit Unterstützungsbedarf Lernen laufen langsam aus. Jetzt gibt es nur noch Förderschulen ab Jahrgang 6, Jahrgang 5 ist erstmals nicht mehr an Förderschulen eingeschult worden. „Die Grundschulen berichten von durchaus positiven Effekten“, sagte Heiligenstadt. Gerade Kinder mit Unterstützungsbedarf Lernen würden von einer lernanregenden Umgebung profitieren. „Für die anderen Schüler bemerken wir die stärkere Ausbildung von sozialen Kompetenzen wie das Lernen von Rücksichtnahme und Solidarität“, sagte Heiligenstadt. Man solle die Möglichkeiten und Chancen sehen (Frage von Tina Petershagen).

Warum sprechen Sie von Elternwahlrecht

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Einwand von Janine Heinemann zum Elternwahlrecht, das es bei der Inklusion nicht mehr gebe: „Doch, das Elternwahlrecht gibt es bei allen weiterführenden Schulen. Und bei der Grundschule gilt: Alle Kinder gehen in die Grundschule vor Ort.“

Wird der Einschulungstermin wieder vorgezogen

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Die SPD sei gegen eine Einschulung jüngerer Kinder (jünger als 6 Jahre) gewesen (von der CDU/FDP-Regierung umgesetzt). Da gebe es unterschiedliche Aussagen von Eltern. „Ich bin die letzte, die sagt, wir müssen an dem, was ist, festhalten. Wir können uns das gerne anschauen.“ (Frage von Annika Kreye)


Das komplette Interview anschauen unter   www.facebook.com/nwzonline 

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