OLDENBURG - Die seit dem 19. November in Oldenburg andauernden Proteste der Studierenden könnten Mitte der nächsten Woche einen vorläufigen Abschluss finden: Die Studenten sind bereit, das seither besetzte Hörsaalzentrum der Universität Oldenburg wieder freizugeben – unter bestimmten Voraussetzungen, die von der Universitätsleitung zu erfüllen seien.

Der bundesweite Unmut der Studenten richtet sich gegen die ihrer Ansicht nach unzumutbaren Studienbedingungen nach der Umstellung auf das Bachelor/Master-System und gegen „unsoziale“ Studiengebühren. In Oldenburg wollen die protestierenden Studenten erreichen, dass die Universitätsleitung u. a. auf Anwesensheitslisten in Hochschulveranstaltungen verzichtet, eine freie Wahl der Prüfungsmöglichkeiten gewährleistet und insgesamt eine „offenere Kommunikation mit der Hochschulöffentlichkeit“ herstellt.

Wenn diese und andere Forderungen bis zum Mittwoch kommender Woche erfüllt werden sollten, sind die Studenten bereit, die besetzten Veranstaltungsräume „unter Vorbehalt“ wieder freizugeben. Das Präsidium werde sich an diesem Donnerstag zu den Forderungen äußern, teilte die Pressestelle der Universität auf Anfrage der NWZ am Mittwoch mit.

Die Studierenden erkennen die Gesprächsbereitschaft des Universitätspräsidiums durchaus an. Insbesondere der Vizepräsident für Studium und Lehre, Professor Dr. Mathias Wickleder, und die Fakultät II hätten sich bisher sehr kooperativ gezeigt.

In einer am Mittwoch verbreiteten Erklärung bedauern Sprecher der protestierenden Studierenden, dass Lehrveranstaltungen wegen der weitgehenden Besetzung des Hörsaalzentrums ausgelagert werden mussten. Nach ihrer Ansicht war dies die einzige Möglichkeit, „Gehör zu finden“.

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