OLDENBURG/HUDE - Enttäuschte Gesichter fanden sich vor dem Rathaus der Stadt Oldenburg. Heftig diskutierten Schüler der achten Klassen ihre ersten Erlebnisse mit der regionalen Politik: Sie waren zu Gast bei Oberbürgermeister Gerd Schwandner.
Die Schüler des Gymnasiums wurden im historischen Saal des Rathauses empfangen. Sie stellten zunächst einige persönliche Fragen an den Oberbürgermeister. So erfuhren sie neben vielen persönlichen und beruflichen Dingen, dass ein wesentliches Ziel des Oberbürgermeisters im Ausbau Oldenburgs zur Stadt der Wissenschaft bestünde. Er sei über eine Einladung des Wissenschaftsministers Lutz Stratmann nach Oldenburg gekommen und habe als parteiloser Kandidat für die CDU die Wahlen gewonnen, erzählte Schwandner. Als die Schüler ihm von ihrem Anliegen einer Busschleife vor dem Graf-Anton-Günther-Gymnasium mit Hilfe von Karten und Fotos berichteten, fühlten sie sich in ihren Interessen jedoch weitgehend abgeblockt.
„Die Bushaltestellen am Damm sind für die 1580 Schüler des Graf-Anton-Günther-Gymnasiums viel zu gefährlich, zusätzlich kommt am Damm die Gefahr durch die vielen Radfahrer hinzu. Am Westfalendamm befindet sich nur eine provisorische Haltestelle, die bei dem dortigen Verkehr enorme Gefahren birgt. Deshalb schlagen wir Schüler eine Busschleife direkt an der Schule am Westfalendamm vor, wo die Busse gefahrlos bestiegen werden können“, berichteten Kevin Wolf, Kira Bergemann, Rouven Haak und Franziska Schulthheiß dem Oberbürgermeister.
Die Gefährlichkeit der Situation veranschaulichten die Schüler mit Hilfe von Karten und Fotos. Ihrer Meinung nach kann nur eine Busschleife die Situation verbessern. Bisher liegt die Bushaltestelle der Schule am Staatsarchiv am Damm. Da dies auch für die Osternburger Fahrradfahrer und die zunehmende Anzahl von Schülern zu gefährlich ist, wurde eine Ersatzhaltestelle für einen Teil der Schüler am Westfalendamm eingerichtet. Doch auch diese sei nicht wesentlich sicherer, führten die Schüler weiter aus, da aufgrund der gefährlichen Nähe zur Straße und fehlender Absperrungen ein sicherer Einstieg nicht möglich sei.
Schwandner erklärte jedoch, dass am Westfalendamm, wo die Busschleife liegen könnte, ein Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen sei, und deswegen schon aus verwaltungstechnischen Gründen keine Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit der Kinder möglich wären. „Es ist ja auch in der Vergangenheit nichts passiert“, beruhigte er die Schüler, die jedoch beherzt nachbohrten. Nach einer halben Stunde verließen sie dann jedoch sichtlich ratlos das Rathaus.
