OLDENBURG - Motivation für junge Forscher: Ein neuer Förderpreis soll den Nachwuchs an Universitäten und Hochschulen im Nordwesten dazu anregen, die Grenzen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu überwinden. Der mit 10 000 Euro dotierte „Groschen“ wird künftig alle zwei Jahre für innovative und verständliche Wissenschaftkommunikation verliehen.

Gestiftet wird die neue Auszeichnung von der LzO. „Wir verfolgen damit das Ziel“, erklärte der LzO-Vorstandsvorsitzende Martin Grapentin, „wissenschaftliche Themen für die gesamte Bevölkerung allgemein verständlich zu machen.“ Bei den Menschen außerhalb der Forschungseinrichtungen „soll der Groschen fallen".

Ab sofort können Arbeiten und Projekte der vergangenen zwei Jahre eingereicht werden. Alle Themen der Forschung sind möglich, wichtig ist nur, dass sie für Jedermann verständlich präsentiert wurden. Eine namhafte Jury aus Wissenschaftlern und Praktikern wird die Bewerbungen nach Originalität, Verständlichkeit und Vorbildfunktion für künftige Projekte bewerten.

Die Initiatoren sehen durch den „Groschen“ auch die Chance, dass der gute Draht, den der Titel „Stadt der Wissenschaft“ in Oldenburg zwischen Forschungseinrichtungen und Bürgern aufgebaut hat, nicht abreißt. Denn genau diesen Weg der Öffentlichkeitsarbeit soll der neue Preis weiter ebnen. „Bei rund 600 Veranstaltungen im Wissenschaftsjahr erwarte ich daher auch keinen Mangel an Bewerbern“, sagte die Vizepräsidentin der Universität Oldenburg, Dr. Heide Ahrens.

Auch die Juroren aus der Wirtschaft setzen darauf, dass der Preis Anreize für die Übersetzung der Forschungs- in die Alltagssprache gibt. „Denn auch in den Unternehmen werden Wissenschaftler gesucht, die interdisziplinär kommunizieren können“, so Jürgen Lehmann, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Oldenburg.