OLDENBURG - Die Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO) feiert an diesem Donnerstag mit einem Festakt ihr 40-jähriges Bestehen. Sie ist damit zwei Jahre älter als die Universität selbst, die erst 1974 offiziell gegründet wurde. Am Anfang stand der Gedanke, dass eine Universität für Stadt und Region gut und wichtig wäre. So gab es bereits zwischen 1953 und 1966 regelmäßig Universitätswochen in der Stadt.
Doch es kam 1974, als die Hochschule gegründet war, und in den folgenden Jahren anders. Das waren bewegte Zeiten – und nicht im positiven Sinne. Das begann schon mit dem Namen Carl von Ossietzky Universität. Aber sie galt vor allem als „zu links“, „zu radikal“ und zu weit weg von einer „normalen“ Universität.
So sah die UGO zunächst einmal ihre Aufgabe darin, die Beziehungen zwischen Universität und Bevölkerung zu verbessern – und gleichzeitig trotzdem Forschung und Lehre zu unterstützten. Es gab Großspenden, auch die Mitgliederzahl stieg. Aber die Uni hatte nach wie vor ein schlechtes Image. „Die Uni Oldenburg war und ist eine Notwendigkeit, weil es darum geht, die Region voranzubringen. Auch wenn die Vernetzung mit der Wirtschaft aufgrund der bekannten Reibereien und politischen Auseinandersetzungen in den Jahren nach der Gründung erst relativ spät zustande kam, können wir heute ein inspirierendes Miteinander diagnostizieren“, sagt Peter Waskönig, von 1994 bis 2002 UGO-Vorsitzender und heute Ehrenvorsitzender.
„Die UGO und ihre Mitglieder verstehen sich als Brücke zwischen Universität und der Region. Sie wird von Mitgliedern getragen, die die Begegnung von Wissenschaftlern mit den Menschen, den Institutionen und Unternehmen sowie den kulturellen Einrichtungen in der gesamten Region fördern wollen“, sagt Michael Wefers. seit 2007 Vorsitzender der Universitätsgesellschaft.
Seit der Gründung in 1972 macht die UGO Wissenschaft zugänglich und ermutigt begabte Studierende und Promovierende durch Auslobung von Preisen (Preis für: exzellente Forschung, für herausragende Promotion, Preis der Lehre, Wachsmann-Preis) oder durch Vergabe von Stipendien und Förderbeiträgen, ihren Weg zielstrebig und zügig zu gehen.
„Wir haben nie nachgelassen, um die große Bedeutung der Uni für die ganze Region zu werben und sich zu engagieren, sie im kritisch-konstruktiven Dialog nach vorne zu bringen und zu integrieren“, betont Wefers. Die UGO selbst hat einen festen Platz in der Region und gewinnt stetig an Bedeutung. Gelegentlich muss auch sie einen langen Atem haben: Setzten sich schon die Gründungsväter dafür ein, dass an den Autobahnabfahrten auf die Uni hingewiesen wird, wurde dieser Wunsch erst 2001 erfüllt.
