OLDENBURG - Ein wahres Feuerwerk an Experimenten brannte Professor Dr. Mathias Wickleder am Mittwoch in der Kinder-Uni ab. Zusammen mit drei wissenschaftlichen Mitarbeitern ließ er es auf der großen Bühne im Hörsaalzentrum der Oldenburger Universität knallen, zischen, brennen und rauchen.
Ich finde Experimente gut, freute sich Luca (9), der zusammen mit 900 weiteren Kindern die zweite Vorlesung im Frühlingssemester besuchte. Die Stimmung ist atemberaubend", staunte Patrick (9) und war sich bereits sicher: Ich will später auch Chemiker werden.
Manches Kind hatte sogar zuhause vorgearbeitet. Die Geschwister Yana (10) und Yan (12) etwa brachten ein großes, gelbes Plakat mit, auf das sie neben den Schriftzug Kinder-Uni macht Spaß eine Glühbirne gemalt hatten.
Warum heute Energiesparlampen besser sind als die guten alten Birnen, erklärte Professor Wickleder natürlich mit einem sehenswertes Experiment. Da steckt ganz viel Chemie drin, betonte er.
Außerdem ließ er eine gewöhnliche Gurke rot glimmen, machte Luftballons zu wahren Feuerbällen und erzeugte eine Elefantenzahnpasta, sprich eine Schaumfontäne, die aus einem Kolben quoll. Viel Rauch gab es beim Versuch namens brummendes Gummibärchen, bei dem der Fruchtgummi in einer flüssigen Schmelze zischend verbrannte.
Immer wieder saßen die Mädchen und Jungen im Dunkeln, um bunt leuchtende Reaktionen in Trockeneis oder unter Wasser besser sehen zu können. Ging das elektrische Licht im riesigen Hörsaal wieder an, machten sich viele Kinder fleißig Notizen wie zum Beispiel Wencke (11) und Canan (10). Wir gehen hier gerne hin, so die Mädchen: Man lernt was und weiß danach viel. Zum Beispiel auch, warum die Augen von Wickleders Kater Friedolin ganz ohne Chemie leuchten können.
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